Chinas nächster Erfolg: Rakete brachte zwei Satelliten ins All
- Plus: BILDER des ersten bemannten Raumflugs der Chinesen
- Taikonaut Yang Liwei umkreiste in der Vorwoche die Erde
Nur fünf Tage nach dem Erfolg seines ersten bemannten Raumflugs hat China am Dienstag zwei Satelliten ins All gebracht. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 4B" brachte einen Erdbeobachtungssatelliten und einen kleinen Kommunikationssatelliten vom Raumfahrtzentrum in Taiyuan (Provinz Shanxi) in Nordchina in ihre Umlaufbahnen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Der Erdbeobachtungssatellit ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit Brasilien und schon der zweite seiner Art. Der erste war vor vier Jahren gestartet. Der neue Satellit sammelt nach offiziellen Angaben Informationen und Aufnahmen von den Territorien und Gewässern beider Länder sowie von Teilen ihrer Nachbarländer.
Er soll Wissenschaftlern helfen, die Veränderungen der Wälder, der landwirtschaftlichen Nutzflächen, des Graslandes, der Ozeane sowie Umweltverschmutzungen und Naturkatastrophen zu studieren, hieß es. Den Satelliten betreiben und nutzen China und Brasilien gemeinsam. Er soll eine Betriebszeit von zwei Jahren haben und wiegt 1.550 Kilogramm.
Der Kommunikationssatellit dagegen, der von Chinas Akademie der Wissenschaften entwickelt wurde, ist weniger als 100 Kilogramm schwer - so leicht wie keine andere chinesische Weltraumentwicklung vor ihm. Beim ersten bemannten Raumflug Chinas hatte der Astronaut Yang Liwei am vergangenen Mittwoch und Donnerstag in 21 Stunden 14 Mal die Erde umkreist.
(apa)
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