Haubner sieht FPÖ als "soziales Gewissen" der Regierung
- Freiheitliche sollen Interessen der Arbeitnehmer darstellen
- "FPÖ muss wieder Dynamik erhalten"

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Einen inhaltlichen Kurswechsel der FPÖ hat deren neue geschäftsführende Obfrau Ursula Haubner angekündigt. Sie wolle "transportieren, dass wir das soziale Gewissen in der Regierung sind", sagte Haubner in einem Radio-Interview am Tag nach ihrem großen Karrieresprung.
Die FPÖ solle die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Regierung darstellen und "für die kleinen Leute da sein". Dies sei aber "kein Gegensatz" zur Ankündigung des designierten Vizekanzlers Hubert Gorbach (F), stärker auf Wirtschaftspolitik zu setzen, betonte die Schwester des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (F).
Innerparteilich will sich die Sozialstaatssekretärin nach eigenem Bekunden vor allem um organisatorische Dinge kümmern. Die FPÖ habe jüngst "ein bisschen die Begeisterung verloren", erklärte sie die katastrophale Lage der Freiheitlichen nach den jüngsten Wahlen. Sie sei aber überzeugt davon, dass die Partei wieder die einstige Stärke zurückgewinnen könne. Schließlich sei sie schon einmal eine Kleinpartei gewesen.
Zur Frage des künftigen FPÖ-Chefs wollte sich Haubner nicht äußern. Diesbezüglich würden am Bundesparteitag im kommenden Jahr "die Karten neu gemischt". Nun gelte die "volle Unterstützung" dem Kärntner Landeshauptmann, der im März Landtagswahlen zu schlagen hat. "Fehler" wie während des oberösterreichischen Landtagswahlkampfs wolle die FPÖ nicht mehr machen. Dabei habe man "übersehen, dass bundespolitische Themen in die Landespolitik hineinspielen".
"FPÖ muss wieder Dynamik erhalten"
Die FPÖ müsse wieder "Dynamik und Optimismus" bekommen, erklärte die neue geschäftsfrührende FPÖ-Obfrau Ursula Haubner in der ZiB3. Ihre Partei habe die "gute Sacharbeit" in der Regierung in der Vergangenheit schlecht verkauft. Die FPÖ habe auch "intern sicher nicht immer die Einigkeit gezeigt, die in der Vergangenheit ganz selbstverständlich war". Querschüsse von ihrem Bruder Jörg Haider erwartet Haubner nicht. Sie wolle Probleme künftig intern besprechen und nicht über die Medien.
Haubner würdigten die "großen Verdienste" von Parteiobmann Herbert Haupt, der die FPÖ in einer schwierigen Phase übernommen habe. Die Frage, ob sie die Obmannschaft ganz übernehmen könnte, wollte Haubner nicht beantworten. Die nunmehrige Regelung gelten bis zum nächsten Parteitag, dort würden "die Karten neu gemischt".
(apa, red)
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