Karl Schnell "immens" verärgert: "Das ist ein starkes Stück!"
- Salzburgs FP-Chef stößt sich an der Regierungs-Umbildung
Das Vorgehen, wie die Regierungsumbildung vor sich geht, stört Salzburgs freiheitlichen Landesparteiobmann Karl Schnell "immens". "Die freiheitlichen Landesobmänner und der FPÖ-Vorstand wurden darüber nicht informiert. Das ist ein starkes Stück", zeigte sich Schnell entrüstet.
Es sei offensichtlich Mode geworden, dass man als Landesparteiobmann in der Öffentlichkeit den Kopf hinhalten müsse, auch in finanzieller Hinsicht, bei politischen Entscheidungen aber nicht eingebunden werde, kritisierte Schnell.
Er habe sich erwartet, dass zuerst eine interne Sitzung einberufen worden wäre - "damit sich niemand verplappert" - und man erst dann die Öffentlichkeit darüber informiert hätte. "Ich weiß nicht, wer diese Entscheidung (dass Minister Hubert Gorbach Vizekanzler wird, Anm.) überhaupt getroffen hat", sagte Schnell. Er glaube nicht, dass das gut gehen könne, wenn der Koalitionspartner (ÖVP, Anm.) und nicht die FPÖ-Spitze entscheide, wer in die Regierung dürfe.
Verärgert zeigte sich Salzburgs FPÖ-Parteichef auch darüber, dass er selbst nicht wisse, wer als geschäftsführender FP-Obmann beziehungsweise Obfrau in Frage komme. Dass sein Parteikollege Hubert Gorbach nun Vizekanzler werde, wolle er nicht kommentieren. Nur so viel: "Gorbach hat als Minister eine gute Figur gemacht." Viel schwieriger sei es aber, als Vizekanzler dem Koalitionspartner die Stirn zu bieten, meinte Schnell.
(apa/ red)
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Präsidentenwahl in Serbien09:39
Traum von GroßserbienNeuer Präsident Nikolic kann sich nicht von nationalistischen Ideen lösen
