Steuerreform-Duell: Haider gegen Grasser
- Kärntens LH verhandelt mit "FPÖ-Flüchtling": "2 Kärntner werden gute Reform erzielen"
- Grasser: "Bin für einen professionellen Kontakt gewappnet"

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Im Hinblick auf die Steuerreform wird es zu einem spannenden "Duell" zwischen dem "FPÖ-Flüchtling" und derzeitigen Finanzminister und seinem früheren Mentor, dem Kärntner Landeshauptmann Haider, kommen! Grassers Kurz-Kommentar: "Ich bin für einen professionellen Kontakt gewappnet". Haider teilte mit, dass er beim Thema Steuerreform für die FPÖ federführend verhandeln werde. Und er gab sich zuversichtlich, was die Gespräche angeht: "Wir zwei Kärntner ...
... werden ja wohl noch eine Steuerreform zu Stande bringen", meinte Haider auf den Hinweis der APA in Klagenfurt, dass jetzt wohl einige harte Sträuße mit dem Finanzminister ins Haus stünden.
Grasser wiederum kommentierte den Umstand, dass mit Haider einer seiner schärfsten Kritiker neuer FPÖ-Chefverhandler für die Steuerreform wurde, gelassen: "Man kann sich sein Gegenüber nicht aussuchen. Ich freue mich darauf. Es wird spannend."
Haider: 2. Phase der Steuerreform 2005
Jörg Haider hat am Dienstag klargestellt, dass die zweite Phase der Steuerreform im Jahre 2005 in Kraft treten solle. Er schließe aber nicht aus, "die eine oder andere Maßnahme schon 2004 zu machen", sagte er in Klagenfurt vor Journalisten. Eine erste Entlastung - für die Bezieher von Jahreseinkommen zwischen 14.500 und rund 20.000 Euro sowie für Gewerbebetriebe durch die begünstigte Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen - werde wie geplant am 1. Jänner 2004 in Kraft treten.
Die Frage, ob es sich bei seiner Ankündigung bezüglich 2005 nicht um einen Rückzieher handle, wurde von Haider verneint. Man werde versuchen, bestimmte Maßnahme vorzuziehen, aber die Verhandlungen zwischen ihm und Finanzminister Karl-Heinz Grasser hätten ja noch gar nicht begonnen. Ziel sei es jedenfalls, zu Beginn des kommenden Jahres den Fahrplan und die Inhalte der zweiten Reform vorzustellen.
Grasser deutet KöSt-Senkung auf 31% an
Finanzminister Grasser hat in Budapest unterstrichen, dass es bei der Steuerreform 2005 zu einer Erleichterung bei der Unternehmensbesteuerung kommen wird. Und er deutete auch die von der Wirtschaft vehement geforderte Senkung der Körperschaftssteuer von derzeit 34 auf möglicherweise 31 Prozent an. Dies sei in einer "Nebenabrede" zum Regierungsabkommen enthalten. (APA/red)
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