Sonntag, 26. Oktober 2003

Schausberger: Für Notwehraktion gegen Transitlawine!

  • Österreich müsse in EU alle Entscheidungen solange blockieren, bis etwas passiert

Salzburgs Landeshauptmannes Schausberger spricht sich in einem Interview für eine Notwehraktion gegen die drohende Transitlawine aus. Wenn sich wegen der Sturheit Italiens beim Transit nichts bewegte, dann müsse Österreich in der EU alle Entscheidungen solange blockieren, bis man in der Union bereit sei, einer wirksamen Nachfolgeregelung für den Transitvertrag zuzustimmen, sagte Schausberger.

Was Salzburgs Landeshauptmann befürchtet: "Wenn bis Jahresende keine Lösung gefunden wird, dann heißt das freie Fahrt über uns drüber ohne jegliche Regelungen." Um das zu verhindern, müsse man "die Rute ins Fenster stellen". Wenn Italien mal was brauche, werde man eben auch Nein sagen, so der Landeshauptmann in der "Kronen Zeitung".

Schausberger weiß sich "in guter Gesellschaft mit Tirol" - Ziel sei es, eine Menschen und Umwelt schonende Ökopunkteregelung zu erreichen. Das Motto im Transitland Salzburg: "Wer unsere lebenswichtigen Gesundheitsanliegen blockiert, muss von uns blockiert werden."

Zu einer möglichen Blockade der Tauernautobahn als Unterstützung von Salzburger Transit-Anliegen sagt Schausberger, "alles ist möglich, weil das sind jetzt wirklich Verzweiflungsschritte fünf Minuten vor zwölf". (apa)

26.10.2003 21:48