Sonntag, 26. Oktober 2003

Ausländerhass? Bosnier in Linz niedergestochen

  • Angreifer hatte zuvor schon Türken niedergeschlagen

Zu einer Bluttat kam es in der Nacht auf Sonntag vor einem Würstelstand in Linz. Ein 20-jähriger Linzer rammte einem 35- jährigen Bosnier ein Küchenmesser in den Rücken. Danach flüchtete er. Zeugen alarmierten die Polizei, der mutmaßliche Täter konnte bald danach gefasst werden. Sein Opfer ist außer Lebensgefahr.

Das Motiv für die Bluttat dürfte Ausländerhass gewesen sein. Der 20-Jährige war stark alkoholisiert und hatte kurz vor der Bluttat bereits einen Türken in einem Linienbus zusammengeschlagen. Auch beim Würstelstand provozierte er Streit. Dem 35-jährigen Bosnier dürfte er sich mit bloßen Fäusten allerdings nicht gewachsen gefühlt haben.

Von zu Hause holte sich der 20-Jährige zwei Küchenmesser. Die rund 15 Zentimeter lange Klinge eines der Messer rammte er seinem Opfer in den Rücken. Der 35-Jährige brach blutüberströmt zusammen, der Linzer flüchtete in die Wohnung eines Verwandten. Zeugen alarmierten die Polizei, die den mutmaßlichen Täter wenig später stellen konnte - als die Beamten auftauchten, war er gerade dabei, sich das Blut von den Händen zu waschen. Der amtsbekannte Mann wurde verhaftet. (APA/red)

26.10.2003 10:34