Samstag, 25. Oktober 2003

Gehrer weist Kritik an Zukunftskommission zurück

  • Man dürfe "bei keinem der Vorschläge sagen, das geht nicht!"
  • Jeder kann Vorschläge über Internetplattform einbringen

Bildungsministerin Gehrer hält es für falsch, einzelne Vorschläge wie die Einschränkung des Sitzenbleibens aus dem Bericht der Zukunftskommission "herauszupicken" - man müsse sich "gesamthaft" mit den Themen auseinander setzen. Man dürfe "bei keinem der Vorschläge sagen, das geht nicht", so Gehrer am Samstag nach der Auftaktveranstaltung der Plattform "klasse:zukunft" in Wien.

Alle müssten zulassen, dass auch über Dinge diskutiert werde, die man auf den ersten Blick eher ablehne. Kein Verständnis hatte Gehrer für die Kritik der Opposition, wonach Fragen der Schulorganisation wie die Gesamtschule ausdrücklich ausgeklammert worden wären. Man dürfe nicht in die "Organisationsfalle" hineintappen und auf "alte Hüte neue Bänder" draufsetzen. Außerdem wären zahlreiche Organisationsfragen wie die Jahresarbeit für Lehrer oder kürzere Ferien für die Pädagogen angesprochen worden.

Sämtliche Vorschläge der Kommission hätten eine Chance auf Verwirklichung, betonte die Ministerin. Ansonsten wäre der Auftrag an die Wissenschafter sinnlos gewesen. Jetzt sollten sich aber alle am Schulwesen Interessierten einbringen und sich an der "offenen Planung" über die Internet-Plattform www.klassezukunft.at beteiligen. Eine Bilanz werde dann im Frühjahr 2004 gezogen.

Begrüßt werden die Reformvorschläge der Zukunftskommission von der freiheitlichen Bildungssprecherin Mares Rossmann. Diese seien "ein wesentlicher Teil des Regierungsübereinkommens zwischen ÖVP und FPÖ, "in dieser Reform sind sehr viele FPÖ-Anliegen eingearbeitet, um eine Modernisierung und den Erfordernissen der Globalisierung angepasste Umstrukturierung des Unterrichtes erreichen zu können." (apa/red)

25.10.2003 13:52