Freitag, 24. Oktober 2003

Hubert statt Herbert: Haider verteidigt den Wechsel

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Der Kärntner Landeshauptmann und Alt-FPÖ- Obmann Jörg Haider hat den Wechsel von Herbert Haupt zu Hubert Gorbach erneut verteidigt. Das Bild, das die FPÖ und mit ihr die ganze Regierung zuletzt nach außen hin geboten habe, sei "verheerend" gewesen, erklärte Haider gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Die Koalition habe den Eindruck gemacht, derart zerrüttet gewesen zu sein, dass sie nicht mehr handlungsfähig sei "und es nur noch die Möglichkeit gibt, Schluss zu machen oder noch einmal gemeinsam durchzustarten", so Haider.

Auf die Frage, was Gorbach besser könne als sein Vorgänger als Vizekanzler, meinte der frühere FPÖ-Chef: "Der Herbert war oft kompromissbereit in Fragen, wo die Partei nicht mitging. Dann wurde zurückgerudert, mit allen Pannen und Pleiten. Der Hubert geht das anders an. Der sichert sich zuerst seinen Spielraum innerparteilich ab und geht dann in die Verhandlungen. So ist es richtig."

Haider versicherte weiters, es sei stets sein Bestreben gewesen, "die Partei an ihren Glaubensgrundsätzen auszurichten". So auch in der Vorbereitung einer vernünftigen Steuerreform. Er sei aber damals nicht von allen verstanden worden. Allerdings könne man nicht immer die Reaktionen der Partner und des politischen Umfeldes genau berechnen, meinte Haider im Hinblick auf Knittelfeld und seine Folgen. Haider: "Da bin ich Fehleinschätzungen erlegen." Er habe aber "aus den Fehlern gelernt".

Knittelfeld sei nach den Worten Haiders "der Endpunkt des Kampfes um die Steuersenkung" gewesen, die trotz einer großen Mehrheit der FPÖ-Delegierten von der damaligen Parteiführung verweigert worden sei. Haider: "Das, was wir zur Jahresmitte 2002 eingemahnt haben, tritt jetzt mit 1. Jänner in Kraft: die Entlastung der unteren Einkommen". (APA)

24.10.2003 20:28