Landesparteitag: FPÖ diskutiert Probleme künftig intern!
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Die Bundesspitze der FPÖ hat sich am Samstag darauf eingeschworen, Probleme und offene Fragen künftig parteiintern und nicht mehr über die Medien zu diskutieren. Sowohl der bisherige Vizekanzler Haupt als auch die neue geschäftsführende Bundesparteiobfrau Haubner gestanden auf dem 26. Ordentlichen Landesparteitag der FPÖ Kärnten ein, dass die Bundespartei hier falsch gehandelt habe.
Der amtierende Bundesparteichef Haupt wies vor den 328 Delegierten in St. Kanzian am Klopeiner See darauf hin, dass mehr als 60 Prozent ehemaliger freiheitlicher Wähler erklärt hätten, die FPÖ vor allem wegen der parteiinternen Unstimmigkeiten nicht mehr gewählt zu haben. In Kärnten habe man "den Fehler wie die Bundespartei" nicht gemacht, und die offenen Fragen intern diskutiert.
Als Beispiel für diese gute Vorgangsweise nannte Haupt seinen eigenen Bezirk, Spittal, wo sämtliche Debatte parteiintern "und ohne eine Wort in den Medien zu lesen", über die Bühne gegangen seien: "Wenn alle Bezirke Österreichs so wären, wären wir Freiheitlichen wieder erfolgreich."
Wesentlich sei es nach den Worten Haupts jetzt auf Bundesebene so rasch wie möglich jeden Streit zu beenden. Seinen "Nachfolgern" bescheinigte Haupt, sie würden jetzt "das Glück haben, aus einer Situation des Tiefs ein Hoch anzusteuern" und auch erreichen zu können. Haupt: "Wir haben ein Jahr hinter uns, das schwierig war." Es sei aber gut, dass "die Last im vergangenen Jahr auf meinen Schultern gelegen ist". Großes Lob fand Haupt für den Kärntner Landeshauptmann Haider. Er bescheinigte ihm unter anderem "europäischen Weitblick" hinsichtlich der EU- und Nachbarschaftspolitik.
Haubner beklagte, dass die FPÖ in den vergangenen Monaten einen hohen Preis bezahlen musste, da sie uneinig gewesen sei und viel an Glaubwürdigkeit verloren habe. Deshalb werde man jetzt "ganz stark daran gehen", die künftigen Ziele klar zu formulieren, den Weg dorthin in internen Diskussionen zu erreichen und erst dann an die Öffentlichkeit zu gehen. Haubner: "Wir können es uns nicht leisten noch einen Preis zu zahlen." (apa)
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