Neuer Aktien-Skandal? SPÖ findet Bartenstein-Anteile "problematisch"
- Darabos: "Bei Treuhandvertrag erlischt Interesse an Kursentwicklung nicht"
- Bartenstein besitzt Böhler-Uddeholm-Aktien im Wert von 500.000 S
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Gibts einen neuen Aktien-Skandal mit Polit-Beteiligung? "Ziemlich problematisch" ist für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos, dass der Wirtschaftsminister Aktien von Böhler-Uddeholm in Höhe von 36.000 Euro besitzt. Schließlich könne Bartensterin die Kurse dieser Aktien indirekt beeinflussen - etwa mit der Entscheidung über die Privatisierung.
Die "Salzburger Nachrichten" berichteten, dass einerseits Bartenstein Böhler-Uddeholm-Aktien im Wert von "weit mehr als 500.000 Schilling" (also mehr als 36.000 Euro) halte und Staatssekretär Karl Schweitzer (F) VA Tech-Aktien im Wert von 2.602 Euro. Beide Unternehmen stehen auf der Privatisierungsliste der Regierung.
Die Erklärung des Ministers, seine Aktien in einen Treuhandvertrag eingebracht zu haben, ändere nichts an der schiefen Optik dieses Aktienbesitzes, so Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Niemand könne ausschließen, dass ein Aktieninhaber Informationen an seinen Treuhänder weitergibt. Und fest stehe auch, dass ein Treuhänder nicht ohne Anweisungen bzw. Vorgaben des Aktieninhabers agieren kann. "Unbestritten ist wohl auch, dass das Interesse des Aktieninhabers an der Kursentwicklung nicht erlischt, wenn er einen Treuhandvertrag abschließt", so Darabos.
Bartenstein solle Auskunft darüber geben, wann er die Aktien an Böhler Uddeholm gekauft habe, fordert Darabos. "Hat er am Regierungsprogramm, das den Verkauf des Unternehmens vorsieht, als Aktienbesitzer mitgearbeitet oder hat er erst später die Aktien angeschafft?" (apa)
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