Freitag, 17. Oktober 2003

Welche Karibik-Resorts diesen Herbst für Ihren Traumurlaub infrage kommen!

  • PLUS: Traumrefugien auf den Kleinen Antillen. Was sie kosten, wie Sie am besten anreisen!

November ist die beste Zeit für einen Karibik-Trip! Die Hurrikan-Zeit ist vorbei, dem weihnachtlichen Massenansturm kann man jetzt noch entgehen...

Es wird Winter, es ist kalt, der Rheumatismus macht sich breit", fasst Martin Stacherl, Chef des Wiener Reisebüros Seven Seas, das Dilemma unseres Breitengrads zusammen. Aus dem es jedoch einen Ausweg gibt: einen Platz, an dem die Temperaturen gerade von tropisch auf angenehm warm zurückschalten. Stacherl fährt fort: "Wenn man in die Karibik fahren möchte, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür." Genau genommen ab Anfang November, nach Ablauf der Hurrikanfrist. Aber noch vor Weihnachten. Denn wenn erst die Hochsaison anhebt, dann drohen die beliebtesten Destinationen unter der Last des Besucheraufkommens im Meer zu versinken.

Wohin man fahren sollte, wenn einem die DomRep zu laut ist und man seine Erholung auch sonst abseits des All-inclusive-Fegefeuers suchen möchte, hat FORMAT nun für Sie recherchiert. Dabei tun sich vor allem die Kleinen Antillen hervor, die in südöstlicher Richtung weg von den Trampelpfaden hin zu einem vollkommenen Urlaubserlebnis führen.

Einer, der das seit Jahrzehnten weiß, ist Hans Mahr, Chefredakteur des Privat-TV-Senders RTL. Er begibt sich pro Jahr zwei- oder dreimal "hinunter" und kennt all die zierlichen Eilande wie seine Schreibtischlade. Mahr: "Ich schätze die Abwechslung, die sich dort bietet. Einmal schlage ich mich durch den Regenwald auf der noch relativ wenig erschlossenen Insel Dominica, ein andermal reizt mich das unerschöpfliche Wellnessangebot auf Anguilla. Was alle Inseln gemein haben, ist, dass sie es schaffen, mich während des Urlaubs nicht mehr als - sagen wir - eine Stunde pro Tag an die Arbeit denken zu lassen. Am Wörthersee bin ich da viel involvierter." Einst nannte Mahr sogar eine Villa auf der amerikanischen "Jungferninsel" St. Thomas im Nordwesten der Kleinen Antillen sein Eigen. "Dort oben", so Mahr aus Erfahrung, "und zwischen den Grenadinen im Süden segelt man herrlich."

Privatbucht und eigenes Hauspersonal für den Traumurlaub
"Der Trend geht eindeutig in Richtung Individualurlaub", meint Reiseveranstalter Stacherl und denkt dabei wohl vor allem an Abenteurer wie Mahr, die sich derlei auch leisten können. Viele Menschen, so der Experte sinngemäß, hätten es inzwischen aber satt, an verheißungsvoll klingenden Orten wie Le Diamant oder Paradise Island Schlange am Buffet zu stehen - sie würden sich nach einem Mehr an persönlichem Service sehnen.

Dieser Wunsch bleibt nicht unerfüllt, wenn man es schafft, ein paar Leute zusammenzutrommeln, mit denen man einen Bungalow in einem der vornehmen Villenresorts mieten kann, die über die Inseln verstreut sind. Mit Abstand die luxuriöseste Möglichkeit hierzu bieten die drei supervornehmen Villen an der nördlichen Küste Anguillas - das Temenos Resort. Für eine Hand voll tausend Dollar mehr verfügt man dort über sein eigenes Hauspersonal - ganz zu schweigen von der Privatbucht, die zu den schönsten im Umkreis zählt.

Nur geringfügig weniger extravagant präsentiert sich das Cotton House, gelegen auf einer winzigen, weit im Süden befindlichen Insel: Mustique. In diesem Hotel residierte der Hollywoodblockbusterschmied Jerry Bruckheimer, als er im Januar 2003 auf Mustiques großem Bruder im Norden - St. Vincent - die Dreharbeiten zum Kinohit "Fluch der Karibik" observierte. Das US-Reisemagazin "Condé Nast Traveler" lobte den "Kapitän der Piraten" damals für seinen Spürsinn, was gute Hotels angeht: "Er hat wahrhaftig einen Schatz gehoben."

"Das Einzige, was einem in der Karibik den Urlaub so richtig verderben kann, ist schlechtes Essen", warnt Mahr - und empfiehlt die Lokale der trendigen Insel St. Barts, die beim Jetset zurzeit hoch im Kurs stehen. Unweit des angesagtesten Feinschmeckermekkas der gesamten Region -"Le Bélem" an der Ostküste Martiniques - hatte der österreichische Medienmanager übrigens ein Erlebnis, das wie kein anderes seine Affinität zur Karibik belegt: Auf einem Friedhof stand Mahr vor den Gräbern, die von der herauftosenden Brandung benetzt wurden und dachte: Hier will ich begraben sein.

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17.10.2003 12:15