Samstag, 18. Oktober 2003

Angst vor AUA-Streik: Jetzt gibt´s Fahrplan zur Streit-Schlichtung

  • Sozialpartner: Gespräche bis Ende Oktober vereinbart
  • Keine Streiks bis 16. November

Die Spitzen der Sozialpartnerschaft, ÖGB-Boss Verzetnitsch und Wirtschaftskammer-Chef Leitl wollen helfen: Ab sofort laufen Gespräche zur Schlichtung des Konfliktes bei der AUA. Sie dauern bis Ende Oktober. Bis 16. November soll es keine neuen Streiks geben.

Der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB), Fritz Verzetnitsch, und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, haben am Montag "einen gemeinsamen Fahrplan" vereinbart, "wie der schwelende AUA-Konflikt geschlichtet werden kann". Leitl und Verzetnitsch wollen "Gespräche mit den Streitparteien - dem AUA-Vorstand und dem Betriebsrat - führen, Fakten und Daten erheben, inhaltliche Bruchlinien evaluieren und grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten ausloten", hieß es in einer WKÖ-Pressemitteilung.

Zugleich wollen die Präsidenten auch auf die innerbetrieblichen Sozialpartner "positiv einwirken", unabhängig vom Schlichtungsvorgang noch eine AUA-interne Lösung zu suchen und zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, will das Duo bis Mitte November einen gemeinsamen Schlichtungsvorschlag vorlegen, wie der Konflikt konsensual beigelegt werden könnte.

Bis 16. November keine Streiks mehr
Nach einem zweiten Streiktag hatten sich Unternehmensführung und Belegschafts-Vertreter am auf eine längere Verhandlungsphase geeinigt. Vereinbart wurde, bis 16. November eine Einigung zu suchen. Bis dahin wird es keine Streiks mehr geben. Verzetnitsch und Leitl hatten im Anschluss klar gemacht, dass sie nur zu Vermittlung bereit seien, sollten beide Seiten das wünschen. (apa)

18.10.2003 13:46