Deutsche Wirtschaftsforscher sehen Nullwachstum
- Wachstum von 1,8 Prozent für nächstes Jahr erwartet
Die sechs führenden Wirtschaftsinstitute Deutschlands haben ihre Konjunkturprognose heuer nach Angaben des Hamburger Nachrichtenmagazins "Spiegel" von 0,5 Prozent auf null reduziert. Für kommendes Jahr sehen die Forscher im Voraus veröffentlichen Bericht des Nachrichtenmagazins zufolge dagegen weiterhin ein Wachstum von 1,8 Prozent.
Ihre Prognosen wollen die Institute in ihrem Herbstgutachten veröffentlichen. Die deutsche Bundesregierung sieht derzeit ein Wachstum von 0,75 Prozent in diesem und 2,0 Prozent im nächsten Jahr.
"Der Spiegel" berichtet weiter, das staatliche Defizit werde sich in diesem Jahr auf 4,3 Prozent und 2004 auf etwa 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen. Diese Zahl werde Finanzminister Eichel kommende Woche dem Haushaltsausschuss des Bundestags nennen. Damit würde Deutschland zum dritten Mal in Folge die europäische Defizitobergrenze von drei Prozent des BIP überschreiten.
Eine Stellungnahme des Finanzministeriums lag am Samstag zunächst nicht vor. Eichel und das Ministerium hatten vor einigen Tagen zu ähnlich lautenden Berichten erklärt, belastbare Zahlen lägen zurzeit nicht vor. In der steuerpolitischen Debatte des Bundestags hatte Eichel am Freitag zudem vor einer Verschlechterung der Haushaltslage gewarnt. Die Einnahmesituation des Staates werde nach der Steuerschätzung im November wahrscheinlich noch schlimmer aussehen. (apa)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

