Kritik an ÖVP: ÖBB-Reformkampagne nur kopiert
- Haberzettl wirft ÖVP "Einfältigkeit" vor
- Lopatka kontert: Bahnschilder sind nicht geschützt

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Eisenbahner bald neu organisiert
Die ÖVP soll eine Kampagne der Eisenbahnergewerkschaft kopiert haben. Das meint zumindest Dietmar Ecker, Chef der PR-Agentur Ecker & Partner, die die Gewerkschaftskampagne gestaltet hat. Eisenbahner-Gewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl wirft der ÖVP "Einfältigkeit" vor und will ab kommender Woche die Werbestrategie wechseln. Die ÖVP weist die Plagiatsvorwürfe zurück.
Bereits seit Anfang August fährt die Gewerkschaft eine umfassende Kampagne. Kernsujet: Ein blau-weißes Bahnschild mit dem Titel "Österreich braucht die Bahn". Seit kurzem wirbt auch die ÖVP mit einem Bahnschild - allerdings mit anderem Inhalt, nämlich: "Reformen braucht die Bahn".
"Das ist eine Kopie", sagte Ecker am Freitag zur APA. Auf rechtliche Schritte will die Agentur aber verzichten. Kopieren sei zwar "nicht die feine Art". Er sehe das aber "eher mit Sportgeist" und als "Auszeichnung für die Agentur, dass die größte Regierungspartei des Landes unsere Kampagne übernimmt". "Offensichtlich ist unsere Kampagne nicht schlecht", meint Ecker.
ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka, der die ÖVP-Kampagne Anfang vergangener Woche der Öffentlichkeit präsentiert hatte, streitet ab, dass die ÖVP die Werbelinie kopiert habe. Die Kampagne könne bestenfalls eine Kopie einer Kopie sein. Bahnschilder seien schließlich nicht geschützt, sagte Lopatka. (apa)
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