Persil-Hersteller Henkel drückt erneut auf Spar-Taste
- Heuer fließen 125 Millionen Euro in den Konzernumbau
Europas führender Waschmittelhersteller Henkel drückt erneut auf die Spar-Taste. Henkel will in diesem Jahr mit 125 Mio. Euro gut drei mal so viel Geld für den Konzernumbau ausgeben wie ursprünglich geplant. Dadurch sollen weitere Einsparmöglichkeiten umgesetzt werden.
Der zusätzliche Einmalaufwand von 85 Mio. Euro werde durch den Gewinn aus dem Verkauf der Wella-Beteiligung (81 Mio Euro) weitgehend ausgeglichen.
Von den neuen Kostensenkungen seien ebenfalls alle Bereiche des Konzerns betroffen, der neben Wasch- und Reinigungsmitteln (Persil, Weißer Riese, Spee, Pril), Klebstoffe (Pritt, Pattex) und Kosmetik (Schwarzkopf, Fa, Diadermine) herstellt. Wie viele Arbeitsplätze mit den neuen Sparmaßnahmen wegfallen werden, wurde zunächst nicht bekannt. Durch die zusätzlichen Strukturveränderungen, die einmalig 85 Mio. Euro kosten, soll die Ertragskraft des Unternehmens ab kommendem Jahr dauerhaft um rund 40 Mio. Euro gesteigert werden. Das wirtschaftliche Umfeld wurde als weiterhin schwierig bezeichnet.
Henkel startete vor zwei Jahren ein großes Kostensenkungsprogramm, mit dem dauerhafte Einsparungen von 120 Mio. bis 125 Mio. pro Jahr erzielt werden sollen. Bis Ende dieses Jahres würden davon Einsparungen von mehr als 100 Mio. Euro realisiert. Im nächsten Jahr griffen durch das alte Programm weitere dauerhafte Einsparungen von 10 Mio. Euro. Durch das alte Sparprogramm fielen rund 2.500 Arbeitsplätze weg. Henkel hat weltweit rund 50.000 Mitarbeiter. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2002 bei einem Umsatz von 9,66 Mrd. Euro ein Betriebsergebnis (EBIT) von 666 Mio. Euro.
(apa, red)
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