Freitag, 17. Oktober 2003

Fußball: Kritik in tschechischen Medien an Hans Krankl

  • Angeblich obszöne Geste während des Spiels
  • PLUS: Die Ära Krankl - alle Spiele unter dem "Goleador"!

Das EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Tschechien (2:3) im Ernst Happel Stadion hat für den tschechischen Fußball-Verband bei der UEFA. Mitgereiste Fans zeigten ein Transparent mit der Aufschrift "Österreichischer Fußball Nein, Temelin Ja". Die Disziplinarkommission ist bemüht jegliche Anzeichen des rassistischen und chauvinistischen Verhaltens sowie Einbeziehung politischer Angelegenheiten aus den Fußball-Stadien zu verbannen. In Tschechien wird allerdings auch eine Strafe für ÖFB-Teamchef Hans Krankl gefordert.

In der Tageszeitung "Pravo" wird für die "obszöne und beleidigende Geste, die der österreichische Trainer Hans Krankl gegenüber dem tschechischen Teil der Zuschauer nach dem zweiten Tor seines Teams machte" auch eine Strafe für Österreich verlangt. "Damit die Gerechtigkeit nicht blind bleibt, müsste die Strafe auch die österreichische Seite gelten. Falls die UEFA nur den tschechischen Verband bestraft, bleibt aus der gesamten Causa nur ein Nachgeschmack, dass der (UEFA-)Delegierte nur das sah, was er sehen wollte", so "Pravo".

Die Zeitung meinte weiter: "Das Transparent war bestimmt keine gut ausgewählte Form der Aufmunterung des (tschechischen) Nationalteams. Man kann auch nicht sagen, dass es witzig war. Das Verhalten der österreichischen Demonstranten im Laufe der Aktionen gegen das Atomkraftwerk Temelin war aber viel grober.". "Pravo" betitelte den Kommentar mit "Strafe ja, aber für beide Seiten".

(APA/red)

17.10.2003 11:17