Vastic kämpferisch: "Will mit Austria in Champions-League"
- "Ivo" möchte noch ein Jahr in Wien bleiben und von einer Krise nichts wissen
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Dem spürbaren Gegenwind zum Trotz hat Ivica Vastic mit dem österreichischen Fußball-Meister Austria Wien noch viel vor. "Ich will noch ein weiteres Jahr in Wien bleiben und mit der Austria in die Champions-League. Das steht außer Diskussion", erklärte der 34-Jährige, der Mitte Juni 2003 vorerst einmal für ein Jahr unterschrieben hatte. Von einer aktuellen Formkrise möchte der 40-fache ÖFB-Teamspieler trotz allen Unkenrufen von den Tribünen und der Presse nichts wissen.
"Ich bin in keiner Krise. Das braucht eben Zeit. Eine neue Mannschaft, viele neue Spieler", verteidigte "Ivo" seine aktuelle Verfassung. Außerdem gelte es die Tatsache zu berücksichtigen, dass Vastic für die Austria auf einer anderen Position als zu seinen Glanzzeiten in den Reihen von Sturm Graz zu spielen hat. "Klar gibt es Positionen, in denen man mehr glänzen und mehr Tore erzielen kann. Aber das ist kein Wunschkonzert. Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt."
"Ivo raus"-Rufe wieder hörbar
Das Verhältnis zu den zunächst skeptischen Austria-Fans schien nach seinem "Doppelpack" im Heimspiel gegen Bregenz (4:0) am 23. Juli geglättet zu sein. Seither warten Vastic und die Fans aber auf ein weiteres gemeinsames Erfolgserlebnis, in den vergangenen Heimspielen waren bereits "Ivo raus"-Rufe zu hören gewesen. "Es wird immer und überall einige Sture geben. Es ist sicher keine leichte Situation für mich, ich muss da aber durch und ich werde kämpfen."
Rückstand auf Rapid lässt Vastic ruhig
Vastic lässt sich auch von sieben Punkten Rückstand in der heimischen Meisterschaft auf Tabellenführer Rapid nicht wirklich aus der Fassung bringen. Denn die Form des Double-Gewinners ist laut Vastic durchaus akzeptabel: "Einsatz und Moral der Mannschaft stimmen. Wir spielen nicht so schlecht, die Partie in Bregenz war trotz des 2:4 unsere bisher beste Auswärtsleistung, wir wurden aber nicht belohnt. Wir müssen uns weiterhin konzentrieren und Meister werden", forderte der Mittelfeld-Routinier, der sich in seiner neuen Bleibe im 19. Wiener Bezirk sehr wohl fühlt und dort ohne weiteres ein Jahr länger bleiben möchte.
"Zuckerbrot und Peitsche" in Graz
Interessierte Blicke riskiert Vastic aber natürlich nach wie vor in die Steiermark, wo Sturm-Präsident Hannes Kartnig seinen Mannen nach wie vor "Zuckerbrot und Peitsche" gibt. "Dasselbe Spiel gibt es ja schon seit Jahren. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist alles super. Wenn sie verliert, ist alles schlecht. Aber immerhin hat man jetzt den richtigen Trainer geholt", weiß Vastic, der in Graz direkter Nachbar von Neo-Sturm-Coach Michael Petrovic ist.
(apa/red)
