Montag, 13. Oktober 2003

Sechster WM-Titel: Michael Schumacher sang bis in den Morgen

  • "Es gibt keinen Grund für mich aufzuhören"
  • PLUS: Die Jubel-BILDER & was Schumi zu seinem 6. Titel sagt!

Nach seinem sechsten Titel-Gewinn in Suzuka drehte der Rekordweltmeister auf einer anderen "Piste" auf. Michael Schumacher stürzte sich in das Gewühl, schnappte sich ein Mikrofon und sang aus voller Kehle. Schumachers Herausforderer stimmten sich inzwischen schon auf 2004 ein. Beim feucht-fröhlichen Saisonkehraus sangen Juan Pablo Montoya, Rubens Barrichello, Fernando Alonso und Ralf Schumacher gemeinsam "We are the champions". "Wir sehen uns wieder", versprach der in der WM nur um zwei Punkte geschlagene McLaren-Pilot Räikkönen.

Auch nach dem historischen sechsten WM-Triumph denkt der deutsche Formel 1-Pilot Michael Schumacher nicht ans Aufhören. Im Gegenteil: Er fühlt sich künftigen Herausforderungen und Belastungen gewachsen. "Es gibt keinen Grund für mich aufzuhören, vor allem, wenn ich noch gut bin und konkurrenzfähig", versicherte der 34-Jährige.

Auch Manager von Fortsetzung überzeugt
Auch sein Manager ist von einer Fortsetzung der Erfolgsära überzeugt. "Natürlich werden jetzt wieder viele fragen, warum Michael seinen Helm mit dem großen Triumph nicht an den Nagel hängt. Leute, Michael fährt weiter!", erklärte Weber in der Münchner "Abendzeitung": "Er setzt sich nicht in seinen Ferrari, um den siebten, achten und neunten Titel zu holen, sondern weil er einen wahnsinnigen Spaß am Rennfahren hat."

"Michael ist ein Mythos"
Im Ferrari-Heimatland Italien feierte die Presse indes ihren "Michele" und Ferrari für die einmalige Serie von fünf Konstrukteurs- Titeln. "Schumi, jetzt bist du einer von uns. Michael ist ein Mythos", schrieb "La Gazzetta dello Sport". Der "Corriere della Sera" meinte: "Schumi geht in die Geschichte ein. Michael wird mit Ferrari zur Legende."

Ferrari droht Zitterpartie
Für die Italiener drohen im kommenden Jahr aber mehr Rennen zur Zitterpartie zu werden. "Die Spannung wird steigen", ist sich BMW- Motorsportdirektor Mario Theissen sicher. Williams-BMW und McLaren- Mercedes haben in diesem Jahr enorm aufgeholt. Andere Rennställe wie Renault und Toyota sind auf dem Sprung, den Anschluss zu schaffen.

(apa)

13.10.2003 14:46
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