Sonntag, 19. Oktober 2003

Nach Fährunglück Millionen-Klagen gegen New York

  • 20 Verletzte bei neuem Fähr-Unglück in Amsterdam
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Nach dem schweren Fährunglück in New York kommen auf die Stadt millionenschwere Entschädigungsklagen zu. 500 Millionen Dollar (432 Millionen Euro) fordert allein die Witwe eines der zehn Todesopfer, wie ihr Anwalt am Samstag erklärte. Die Mutter eines zehnjährigen Buben, der schwere Verletzungen erlitten hatte, verlangt für ihren Sohn zehn Millionen Dollar.

Bei dem Fährunglück waren am Mittwoch zehn Menschen getötet und mehr als 65 unterschiedlich schwer verletzt worden. Die Ursache war nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen grobe Fahrlässigkeit durch einen der Schiffsführer. Nach bundesstaatlichen Regelungen könnten theoretisch sämtliche 1.500 Passagiere, die sich an Bord der Fähre befanden, auf Wiedergutmachung klagen. Sie haben dafür seit dem Unglück insgesamt 90 Tage Zeit.

Unterdessen hielten Angehörige der Opfer am Wochenende Totenwachen und Trauerfeiern ab, die von den New Yorker Medien stark beachtet wurden. Mehrere der Opfer waren am 11. September 2001 den Terroranschlägen auf das World Trade Center entkommen. Die Unglücksfähre wurde inzwischen mit auf Halbmast gesetzten Flaggen zur Reparatur in eine Werft geschleppt.
(apa)

19.10.2003 15:11