Neue Mannschaft zur Weltraumstation ISS gestartet

Als sechster Europäer ist am Samstag ein spanischer Astronaut zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Sojus-Kapsel mit Pedro Duque sowie seinem US-Kollegen Michael Foale und dem Russen Alexander Kaleri an Bord hob planmäßig um 05.38 Uhr (07.38 Uhr MESZ) im kasachischen Baikonur zu der Raumstation ab, wie die russischen Weltraumbehörden mitteilten.
Die Mannschaft wird unter anderem medizinische und physikalische Experimente ausführen und die Station auf die Ankunft eines neuen europäischen Raumtransporters vorbereiten. Am Montag um 09.11 Uhr MESZ soll die Sojus an der Raumstation festmachen. Duque kehrt schon am 28. Oktober mit der bisherigen ISS-Besatzung zur Erde zurück, seine Kollegen bleiben bis April. Die ISS dient insgesamt 16 Nationen als Weltraumlabor.
Duque soll während der zehntägigen Mission zahlreiche Experimente auf den Gebieten Schwerelosigkeitsforschung, Lebenswissenschaften, Physik und Erdbeobachtung durchführen. Die "Cervantes"-Mission der Europäischen Raumfahrt-Behörde (ESA) war zunächst für April dieses Jahres geplant gewesen. Nach der "Columbia"-Katastrophe hatten die Europäer auf den Flug zunächst verzichtet, um einen Mannschaftswechsel auf der ISS zu ermöglichen. Die Sojus-Raketen sind derzeit das einzige Transportmittel zu der Raumstation. (APA)
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