Teppichmesser fünf Wochen lang unentdeckt in US-Flugzeugen
- Stundent blamierte mit seinem Test US-Sicherheitskontrollen
- Obwohl er per e-mail auf die Messer hinwies, drohen nun 10 Jahre Haft!
Der amerikanische Student, der die lockeren Sicherheitskontrollen in den USA anprangern wollte, hat die Behörden gründlicher blamiert als zunächst angenommen. Es dauerte fünf volle Wochen, bis bei einer Reparatur die von dem 20-Jährigen an Bord von Flugzeugen versteckten Teppichmesser und Sprengstoff-Attrappen entdeckt wurden. Dabei habe er die US- Flugsicherheitsbehörde TSA bereits Mitte September per E-Mail auf die Waffen hingewiesen. Doch die "Homeland Security" versteht keinen Spaß: Dem "Täter" drohen nun 10 Jahre Haft.
Der junge Mann bestieg am 12. und 15. September Flugzeuge auf dem Internationalen Flughafen Baltimore bei Washington und Raleigh-Durham in North Carolina. In beiden Fällen brachte er die Waffen und Sprengstoff-Attrappen in kleinen Plastiksäckchen mit an Bord und versteckte sie dann in den Toiletten der Flugzeuge, wo sie niemandem auffielen. Insgesamt soll er seit Februar sechs Mal mit Waffen an Bord von US-Flugzeugen geflogen sein.
US-Heimatschutzminister Tom Ridge will nun klären lassen, warum so lange niemand auf die E-Mail reagierte, die sehr konkrete Angaben und sogar den vollen Namen des Verfassers enthielt.
Der Student war am vergangenen Freitag in Baltimore (Bundesstaat Maryland) festgenommen worden; ihm droht nun eine zehnjährige Haftstrafe.
Die US-Behörden ordneten nach dem Fund die Durchsuchung sämtlicher US-Maschinen an. Weitere verdächtige Taschen wurden aber dabei nicht gefunden.
(apa, red)
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