Atom-Streit: Nordkorea will keine neuen Gespräche
- Initiative von Südkorea schroff zurückgewiesen
- "Atomstreit hängt völlig von der Haltung der USA ab"
Nordkorea hat Südkoreas Bemühungen zurückgewiesen, das Nachbarland zu neuen multilateralen Gesprächen über dessen umstrittenes Atomprogramm zu bewegen. "Der Atomstreit hängt völlig von der Haltung der USA ab", wurde der nordkoreanische Delegationsleiter bei den zwölften bilateralen Ministergesprächen, Kim Ryong Song, am Mittwoch von südkoreanischen Medien in Pjöngjang zitiert.
Südkoreas Vereinigungsminister Jeong Se Hyun hatte Nordkorea zum Auftakt der Gespräche zur Teilnahme an einer neuen Sechser-Runde über den Atomkonflikt aufgerufen. Auch habe Jeong an die nordkoreanische Seite appelliert, weitere Aktionen zur Verschärfung der Situation zu unterlassen, hieß es. Ein Sprecher der südkoreanischen Delegation beschrieb die Atmosphäre bei den Gesprächen als frostig.
Die südkoreanische Delegation war am Dienstag zu den Gesprächen für vier Tage nach Pjöngjang gereist. Außer über die Zusammenarbeit bei humanitären und wirtschaftlichen Fragen hatte Jeong angekündigt, auch über den Atomstreit sprechen zu wollen. Eine erste Sechser- Konferenz unter Beteiligung der beiden Koreas, der USA, Chinas, Russlands und Japans war Ende August ohne Ergebnis geblieben. Seitdem hatte Nordkorea wiederholt erklärt, kein Interesse mehr an Gesprächen zu haben.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
