Irak-Resolution: US-Vorschlag einstimmig angenommen
- Auch Frankreich, Russland, Deutschland und Syrien stimmten zu
- Später diplomatischer Sieg der USA
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Morddrohung an Iraks Übergangsrat
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den neuen US-Entwurf für eine Irak-Resolution zuletzt einstimmig gebilligt. Damit haben die USA nach wochenlangem Tauziehen um eine Irak-Entschließung einen diplomatischen Sieg errungen. Der von Washington und London eingebrachte Entwurf wurde am Donnerstag als Resolution 1511 einstimmig vom Weltsicherheitsrat verabschiedet.
Die Kriegsgegner Deutschland, Frankreich und Russland hatten zuvor ihren Widerstand aufgegeben, obwohl ihre Änderungsvorschläge auch im vierten Resolutionsentwurf weit gehend unberücksichtigt blieben. Die drei Staaten hatten vor allem einen Zeitplan für die Übergabe der Souveränität an das irakische Volk und eine zentrale Rolle für die Vereinten Nationen gefordert.
Sie hatten sich erst wenige Stunden vor dem Votum darauf verständigt, den USA bei ihrer Irak- Strategie gemeinsam den Rücken zu stärken. Überraschend stimmte sogar Syrien dem Plan zu. UNO- Generalsekretär Kofi Annan lobte das Ergebnis als Zeichen dafür, dass der Rat nur das Wohl der irakischen Bevölkerung vor Augen habe.
Die Resolution erteilt einer multinationalen Truppe im Irak unter dem Kommando der USA das Mandat. Zugleich ruft sie die internationale Gemeinschaft auf, den Wiederaufbau finanziell zu unterstützen.
Die unter den Nachkriegslasten leidenden USA erhoffen sich davon, dass Länder wie Bangladesch und Pakistan zehntausende Soldaten in den Irak schicken und dass EU-Staaten sowie Japan Milliarden von Dollar für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen. Mit der Resolution behalten die Besatzungsmächte USA und Großbritannien weiterhin das uneingeschränkte Kommando im Irak.
(apa)
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