Kosovo-Gipfel: UNO-Tagung in Wien eröffnet
- Gesprächsrunde hat allerdings nur symbolischen Charakter
- Chaos in Serbien: Regierung und Präsidentin vor Absetzung
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat am Dienstag das erste serbisch-albanische Kosovo-Treffen in Wien offiziell eröffnet. In einer kurzen Ansprache begrüßte Schüssel den Beginn des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina vier Jahre nach dem Krieg. Der Auftakt in Wien hat eher symbolischen Charakter, denn Gespräche oder gar Verhandlungen wird es nicht geben. Derweil stehen für die serbische Regierung alle Zeichen auf Sturm (siehe Kasten rechts).
Dennoch werden neben Spitzenpolitikern aus Belgrad und Pristina höchste internationale Vertreter in Wien anwesend sein. Es stehen Reden von NATO-Generalsekretär Robertson, dem EU-Außenpolitik- Beauftragten Solana, EU-Außenkommissar Patten sowie dem OSZE-Vorsitzenden De Hoop Scheffer auf dem Programm.
Die serbische und die kosovarische Delegation wird dann Zeit für Ausführungen zur Verfügung haben. Die Belgrader Delegation bilden der serbische Premier Zoran Zivkovic und dessen Stellvertreter Nebojsa Covic. Die kosovo-albanische Delegation setzt sich aus Provinzpräsident Ibrahim Rugova und Parlamentspräsident Nexhat Daci zusammen. Nachdem der kosovarische Regierungschef Bajram Rexhepi bereits am Sonntag seine Teilnahme am Treffen abgesagt hatte, gab es in der serbisch-montenegrinischen Delegation praktisch in letzter Sekunde eine Änderung.
Entgegen ursprünglichen Ankündigungen kamen der serbisch-montenegrinische Präsident Svetozar Marovic und Minderheitenminister Rasim Ljajic nicht nach Wien. (APA/red)
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