Montag, 13. Oktober 2003

Indien: 10.000 Hindu-Fundamentalisten festgenommen

  • Grund: Angst vor religiösen Unruhen im Norden des Landes

Aus Angst vor neuen religiösen Unruhen haben Sicherheitskräfte im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh mehr als 10.000 Hindu-Fundamentalisten festgenommen. Die Behörden hätten außerdem die Pilgerstadt Ayodhya abgeriegelt, so die Nachrichtenagentur UNI unter Berufung auf die Polizei.

Trotz eines Versammlungsverbots erwartet der radikale Welthindu-Rat am Freitag 100.000 Menschen in Ayodhya. Die Fundamentalisten wollen dort für den Bau eines Tempels auf dem Gelände einer 1992 von einem Hindu-Mob zerstörten Moschee demonstrieren. Nach Ansicht von Hindu-Fanatikern ist das muslimische Gotteshaus auf der Geburtsstätte ihres Gottes Rama errichtet worden.

Die Zerstörung der im 15. Jahrhundert erbauten Babri-Moschee hatte landesweite Unruhen ausgelöst, bei denen tausende Menschen getötet worden waren. (APA/red)

13.10.2003 15:35