Samstag, 18. Oktober 2003

Van der Bellen in profil: Koalitions-technisch alles offen

  • "Schwarz-Grün auf Landesebene erleichtert Rot-Grün im Bund"
  • PLUS: Schwarz-rot in Tirol offiziell unter Dach und Fach

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" reagiert Bundessprecher Alexander Van der Bellen nach mehrwöchiger krankheitsbedingter Absenz auf die jüngsten Aussagen von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, der eine Koalition mit den Grünen als erste Wahl bezeichnet hat: "Das ist eine Botschaft, die einen grünen Parteichef freut." Es mache Sinn, sich als zwei unterschiedliche Parteien zu präsentieren, die sich "sehr gut vorstellen können, nach den Wahlen eine Regierung zu bilden".

Auf die Frage, ob die oberösterreichischen Grünen derzeit nicht viel eher Vorarbeit für eine schwarz-grüne Option leisten würden, meinte der Bundessprecher: "Das finde ich überhaupt nicht. Eine schwarz-grüne Zusammenarbeit auf Landesebene schließt eine rot-grüne Koalition im Bund keineswegs aus, sie erleichtert es sogar." Dann könne es nicht mehr heißen, die Grünen seien das "Beiwagerl" irgend einer Partei.

Ob eine Koalition mit der SPÖ auch die erste Präferenz für die Grünen sei, beantwortete Van der Bellen "vorsichtig": In der SPÖ und der eigenen Partei gebe es Kräfte, die auch andere Optionen befürworteten. "Aber wenn Rot-Grün die Mehrheit bekommt, dann werden wir uns - no na - zusammensetzen und schauen, ob wir eine Regierung bilden können."

Dazu sei inhaltliche Vorarbeit nötig, sagte Van der Bellen. Daher wolle er die Kontakte zur SPÖ auf informeller Ebene vertiefen, um so "auszuloten, wo wir zusammenkommen können".

Das komplette Interview finden Sie im neuen profil!

18.10.2003 09:24