Wiener Grüne: Für "sanfte" Reduzierung der Taubenpopulation
- Austausch der Eier nach Basler Vorbild
- "Mensch-Taube-Begegnungsstätten" errichten
Die Wiener Grünen wollen eine Reduktion der Taubenpopulation in der Bundeshauptstadt. Von grausamen Drahtspitzen, Stromschlägen oder Ultraschall wollen sie aber nichts wissen. Vielmehr soll es den Vögeln mittels "sanfter" Methode ans Gefieder gehen. Sie glauben an eine friedliche Koexistenz in so genannten "Mensch-Taube-Begegnungsstätten".
Tierschutzsprecherin Claudia Sommer-Smolik plädierte für das "Basler Modell", das unter ander anderem die Errichtung von Taubenschlägen vorsieht.
Übermäßige Taubenpopulationen sind ein Problem in vielen Großstädten. In Wien gibt es laut Sommer-Smolik rund 200.000 bis 300.000 der grauen Vögel: "Die Überbevölkerung durch extensive Fütterung führt bei den Tauben selbst zu Stress, Krankheit und Parasiten und ist somit auch Ursache einer hygienischen Gefährdung für den Menschen." Die Korrosionskraft des Vogelkots macht auch Bauwerken zu schaffen.
Die Reduktion der Zahl um die Hälfte ist nach Ansicht der Grünen möglich - wie etwa in der Schweizer Stadt Basel bewiesen worden sei. Eine wesentliche Maßnahme war laut Sommer-Smolik die Bereitstellung von Taubenschlägen. Aus diesen wurden regelmäßig Eier entfernt und durch Attrappen ersetzt. Derart getäuschte Tiere brüten weiter und sind in dieser Zeit nicht empfängnisfähig.
"Mensch-Taube-Begegnungsstätten"
Taubenschläge könnten an neuralgischen Punkten wie etwa Schottentor, Karlsplatz oder Praterstern errichtet werden. Dazu wurde eine große Info-Kampagne vorgeschlagen. Eingeschränkt wäre der Kontakt mit den Tieren für Taubenfreunde aber weiter möglich: Bei den Unterkünften der Vögel sollten nach Vorstellung der Grünen "Mensch-Taube-Begegnungsstätten" eingerichtet werden.
(apa, red)
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