ÖGB-Kongress: 93,3 Prozent für Präsident Verzetnitsch
- Vertrauen für Verzetnitsch, Blamage für Vize Klein
- Gewerkschaft fordert 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn
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AUA: Neustart der Verhandlungen
Mit einem Vertrauensbeweis für Präsident Verzetnitsch und einer Blamage für den neuen Vizepräsidenten Karl Klein ist am Freitag der 15. ÖGB-Bundeskongress zu Ende gegangen. Verzetnitsch erzielte bei seiner vierten Wiederwahl mit 93,3 Prozent der Delegiertenstimmen das gleiche Ergebnis wie vor vier Jahren.
Der neue Vorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafter wäre hingegen mit nur 58,7 Prozent als Vizepräsident beinahe durchgefallen. Klein dürfte dabei auch eine Rechnung präsentiert bekommen haben, die ihm nicht persönlich galt. Seinem Vorgänger, dem nunmehrigen ÖAAB-Chef Neugebauer, war von den Sozialdemokratischen Gewerkschaftern seine Zustimmung zur Pensionsreform im Parlament übel genommen worden.
Die ÖGB-Spitze reagierte auf das schwache Votum für Klein betroffen. Bei der Abschluss-Pressekonferenz zum Kongress nahm Verzetnitsch seinen neuen Vize ausdrücklich in Schutz und meinte, dieser sei unter Wert geschlagen worden. Er freue sich auf die Zusammenarbeit. Klein selbst vermied Schuldzuweisungen, schloss aber nicht aus, dass bei seiner Wahl "irgendwelche Rechnungen beglichen worden sind".
Als Hauptziel gab Verzetnitsch den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aus. Man müsse Handeln statt die stetig wachsenden Arbeitslosenzahlen einfach nur zu kommentieren. Inhaltliche Schwerpunkte des Kongresses waren das Pensionsmodell, das mit einem leistungsorientierten Pensionskonto gleiche Beiträge und gleiche Leistungen für alle vorsieht.
Das beste Ergebnis von den Vizepräsidenten erhielt der neu gewählte Vorsitzende der Gemeindebedienstetengewerkschaft, Hundstorfer, der wie Verzetnitsch 93,3 Prozent bekam. Bau-Holz-Chef Driemer kam auf 93 Prozent, der Metaller-Vorsitzender Nürnberger auf 88,3 Prozent, GPA-Chef Sallmutter auf 85 Prozent und Frauen-Chefin Csörgits auf 84,8 Prozent. (APA)
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