Mehr als 3 Jahre danach: Kaprun-Urteil am 19. Februar
- 155 Tote klagen an
- 11. November 2000: Inferno im Tunnel aufs Kitzsteinhorn
·Auf einen Blick
Alle Verhandlungs-termine bis 19.2.!
·Kaprun-Inferno
Neues Gutachten: Heizstrahler schuld!
Mehr als drei Jahre sind seit dem Drama, das 155 Menschen das Leben gekostet hat, vergangen. Der Richter will am 19. Februar das Urteil im Kaprun-Prozess sprechen! Der Prozess nach dem Inferno vom 11. November 2000 quält sich seit eineinhalb Jahren dahin. Im Kasten rechts finden Sie Inhalt und Chronik des Prozesses.
Richter Manfred Seiss zum Endtermin samt Urteil am 19. Februar 2004: "Der Termin ist ziemlich fix. Passieren kann natürlich immer was, aber mir haben alle versprochen, keine neuen Beweisanträge mehr zu stellen", so Seiss gegenüber der APA.
Nach der Weihnachtspause wurde am 8. Jänner 2004 jener Mitarbeiter des früheren Hauptsachverständigen Anton Muhr befragt, der am 10. Dezember nicht zur Verhandlung erschienen war.
Am 20. Jänner erfolgten die Schlussplädoyers von Staatsanwältin Eva Danninger-Soriat und der Privatbeteiligten(vertreter).
Am 21. Jänner sind die Verteidiger mit ihren Plädoyers letztmals am Wort (ersatzweise auch noch am 22. Jänner).
Dann gibt es vier Wochen Pause, "in denen ich mir das Urteil überlegen werde", so Seiss.
Am 18. Februar sind die Schlussworte der Beschuldigten vorgesehen.
Am 19. Februar sollen die Urteile gesprochen werden.
Kaprun-Prozess
16 Personen (Gletscherbahn-Bedienstete, Beamte des Verkehrsministeriums und Vertreter von Privatfirmen) müssen sich seither vor Richter Manfred Seiss verantworten. Staatsanwältin Eva Danninger-Soriat wirft 13 von ihnen das "Vergehen der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst" vor, den drei Übrigen das Vergehen der "fahrlässigen Gemeingefährdung". Der Strafrahmen beträgt sechs Monate bis fünf Jahre. Mit einem Urteil wird Anfang nächsten Jahres gerechnet.
Neue Wege auf das "Kitz"
Anstelle der ausgebrannten Seilbahn befördern nun der "Gletscherjet 1", der am 23. Dezember 2001 in Betrieb genommen worden war, und der neue "Gletscherjet 2", der am 19. Oktober 2002 eröffnet wurde, die Personen auf das "Kitz". Zusammen mit der Panorama- und der Langwiedbahn ist das Kitzsteinhorn damit wieder über zwei unabhängige Bahnsysteme erreichbar. Die Standseilbahn im Unglücksstollen wird für den Personenverkehr nicht mehr genutzt. (APA/red)
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