Bohlen-Buch 200.000-mal in drei Tagen verkauft
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Thomas Gottschalk brachte es mit der obligaten Routine auf den Punkt. Mein Freund, sagte er mit ernstem Gesicht zum Pop-Sänger und Bestsellerdichter Dieter Bohlen, du reißt gerade mit dem Arsch nieder, was du mit den Händen in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast.
Gottschalk meinte das neue Bohlen-Werk Hinter den Kulissen, das in dieser Woche auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wurde und schon zuvor mehr Aufregung auslöste als alle anderen Exponate mitsammen, was doch zu denken gibt.
Auf 320 Seiten geht Deutschlands umstrittenster, schmalzigster aber definitiv reichster Superstar (160 Millionen verkaufte Platten) abermals mit der Bussi-Bussi-Gesellschaft ins Gericht. Ohne Umschweife und eins zu eins erzählt er, was er von den Menschen, mit denen er sich ständig umgibt, wirklich hält: Nämlich nichts.
Banalitäten.
Abgesehen von den Anschuldigungen gegen Expartner Thomas Anders, dem er Betrug und Diebstahl vorwirft, bringt Bohlen allerdings meist Banalitäten vor. Die Dürftigkeiten, die hinter den Fassaden vermeintlicher Stars lagern, fasst Koautorin Katja Kessler (Er redet, ich schreibe) aber in eine derart zynische, bissige und offene Sprache, dass vielen, die durch den Schlamm gezogen werden, die Spucke wegblieb.
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