Bodo Hombach zu "Krone"-Streit in NEWS: "Personelle Konsequenzen"
- WAZ-Chef zeigt sich im NEWS-Interview besorgt, das "Produkt 'Krone' könnte Schaden nehmen." Heftige Kritik an Hans und Christoph Dichand.
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·Jänner 2003
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In einem Interview für die neue Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS zeigt sich Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung"), besorgt über das gegenwärtige Erscheinungsbild der "Kronenzeitung", an der die WAZ zu 50% beteiligt ist. Hombach: "Wenn fundamentale Prinzipien der Qualität verletzt sind, wenn nach unserer Auffassung das Produkt Schaden nimmt, können wir das nicht akzeptieren."
Dabei stößt sich Hombach vor allem an Christoph Dichand, der vom Vater, Hans Dichand, zum Missvergnügen der WAZ-Gruppe als "Krone"-Chefredakteur eingesetzt wurde. Hombach: Wir haben eine Reihe von Vorfällen auf den Tisch bekommen und auch Klagen darüber, dass der jetzige Chefredakteur private und wirtschaftliche Interessen und Anweisungen an Journalisten, in diesem Zusammenhang zu berichten, verknüpft hat. Bewahrheitet sich das, wäre das für mich ein unvertretbarer Missgriff." Und: "Wenn man in die Redaktion hineinhört, ist die Enttäuschung der erfahrenen Kolleginnen und Kollegen über die Qualitäten des neuen Chefredakteurs unüberhörbar." Hombach weiter: "Wir hatten mit Dichand sen. Kein Problem. Der Konflikt trat auf, als der Vater annahm, dass der Sohn seine Fußstapfen ausfüllen kann. (...) Uns hat er (Hans Dichand) einmal gesagt, es gäbe keinen Besseren. Das ist erkennbar nicht der Fall."
Über den Konflikt wird ein unabhängiges Schweizer Schiedsgericht entscheiden, das die WAZ angerufen hat. Hombach: "Wir setzen darauf, adss jeder vernünftige Mensch, der unsere Unterlagen prüft und die Argumente hört, sieht, dass der personelle status quo nicht fortgesetzt werden kann. Es ist aus unserer Sicht eine Wertminderung unseres Anteils. Daraus leiden wir unser Recht ab, vor dem Schiedsgericht um Einhalt zu bitten."
Wie es nach dem Schiedsspruch weitergehen werde? Hombach: "Nach der letzten bewussten Eskalation der Familie Dichand wird es ohne personelle Konsequenzen nicht abgehen."
Als einen der beiden von den Parteien zu ernennenden Schiedsrichter wird die WAZ einen "rechtskundigen Österreicher" vorschlagen. Hombach: "Einmal, um der zu erwartenden üblen Nachrede der Teutonisierung zu begegnen, aber auch, weil wir wissen, dass es genug kluge Österreicher gibt, die in die Verhältnisse besser eingearbeitet sind."
Die komplette Story finden Sie im neuen NEWS!
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