Gästezustrom in heimischen Thermen schrumpft
- Aufwärtstrend scheint abzureißen
Der Aufwärtstrend der österreichischen Thermen scheint abzureißen. Das geht aus dem Branchenradar von Kreutzer Fischer und Partner hervor. Der Gäste-Zuwachs fiel 2002 mit 3,4 Prozent deutlich schwächer aus als im Jahr davor mit acht Prozent. Grund dafür ist die allgemeine Konsumzurückhaltung der Konsumenten.
Bereinigt um die im Vorjahr neu eröffnete Therme Laa reduziert sich das Gästeplus sogar auf 1,5 Prozent. Einzelne Thermen (Stegersbach, Warmbad Villach, Gleichenberg, Radkersburg) verzeichneten einen Rückgang der Besucherzahlen. Für 2003 wird ein leichter Rückgang im Gesamtmarkt um 0,5 Prozent erwartet. Das Ergebnis des ersten Halbjahres weist bereits ein Minus von 0,2 Prozent aus.
Die 25 öffentlichen heimischen Thermen erreichten 2002 einen Gesamtumsatz von rund 120 Mio. Euro und sind somit wichtige Wirtschaftsfaktoren für meist wirtschaftlich schwache Regionen. Das steirische Thermenland ist mit mehr als 1,9 Millionen Gästen die beliebteste Thermenregion Österreichs, gefolgt von Oberösterreich mit 1,4 Millionen und dem Burgenland (750.000 Besucher).
Der Wettbewerb um die Gunst der Kunden wird sich in den nächsten Monaten verschärfen. Jeder einzelne Besucher bringt den Thermen im Schnitt einen Umsatz von 18 Euro.
Die Erweiterung der österreichischen Thermenlandschaft setzt sich dennoch fort. Derzeit buhlen bereits 26 öffentliche Thermen um die Gunst der Erholungssuchenden, fünf zusätzliche Projekte befinden sich in der Planungsphase. Außerhalb der Landesgrenzen ist Österreich im Osten und Süden (Ungarn, Slowenien) von Thermen-Hochburgen umgeben, die Entspannung zu wesentlich moderateren Preisen (durchschnittlich minus 40 Prozent) bieten.
(apa)
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