FORMAT: Konkurrenz für Raststätten an der Autobahn
- Asfinag will achtzig Rastplätze mit Wellness-Läden, Tankstellenshops ohne Tankstellen und Supermärkten ausstatten!

Der "Shop Stop" liegt 32 Kilometer südlich von Wien an der Südautobahn. Genauer: Am bisher spartanisch ausgestatteten Rastplatz Triestingtal. Hier werden ab jetzt sieben Tage die Woche von 9 bis 19 Uhr Wellness-Artikel feil geboten: Walkjanker, Wanderstutzen, Bioprodukte...
Betreiberin Sandra Golitschek, 35, zeigt Mut: Denn wegen des Gebietsschutzes, den die alteingesessenen Raststätten genießen, darf sie weder Imbisse noch Getränke verkaufen.
Doch sie ist nicht allein: Die Asfinag will 250 Rastplätze auflassen; die restlichen 80 werden ausgebaut. Mit Beleuchtung, Kinderspielplätzen, modernen hygienischen Einrichtungen und Shops.
Auch die Ölmultis halten mit. So errichtet die OMV am Tiroler Rastplatz Vomp ein Snack-Restaurant. "Die anderen Ölkonzerne werden nachziehen", ist Asfinag-Sprecher Zimmermann sicher. Die Idee: Tankstellen-Shops ohne Tankstelle.
Besonders spektakulär sind die Asfinag-Pläne um Linz. In den dortigen Raststations-Verträgen ist kein Gebietsschutz vorgesehen. Dort sollen denn auch auf alten Rastplätzen komplette Supermärkte entstehen: Billa, Spar und Co sollen die Autofahrer in ihre Einkaufstempel locken.
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