Neuer Kollektivvertrag für Metaller: Ist- und Mindestlöhne steigen um 2,1 Prozent
- Marathonverhandlung endete in der Nacht auf Dienstag
- Heute Abend folgt Lohnrunde für Beamte (Kasten rechts)
·2,5% Erhöhung
Beamtenforderung für Finz untragbar
·KV-Gespräche
14.000 Telekom- Verträge als Thema
·2002:
Neuer KV für Leiharbeiter
In einer Marathonsitzung haben sich die Sozialpartner Montagnacht auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 180.000 Metallarbeiter und Industrieangestellte geeinigt. Die Ist-Löhne werden per 1. November um 2,1 Prozent angehoben, jedoch mindestens um 35 Euro, die Mindestlöhne werden ebenfalls um 2,1 Prozent erhöht.
Das von Metaller-Chef Nürnberger und Angestellten-Verhandler Karl Proyer mit Arbeitgeber-Vertreter Hermann Haslauer ausgehandelte Ergebnis ist traditionell richtungsweisend für die weitern KV-Runden. Nach der "Austöchterung" der Verhandlungen über ein einheitliches Einkommensschema für Arbeiter und Angestellte in der ersten KV-Runde haben sich die Sozialpartner relativ schnell auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt.
Im Vorjahr wurden die Ist-Löhne für Metallarbeiter und Industrieangestellte um 2,2 Prozent und die Mindestlöhne um 2,3 Prozent plus einer Einmalzahlung von 110 Euro angehoben.
Die Gehaltsverhandlungen für den Öffentlichen Dienst werden am Dienstagabend im Finanzministerium eröffnet. Für die Regierung sitzt Finanz-Staatssekretär Finz am Verhandlungstisch, der von Bundeskanzler Schüssel beauftragt wurde, die Gespräche zu führen.
Der vorige Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst war für die beiden Jahre 2002 und 2003 in einem erledigt worden. Für heuer hatten die Beamten eine Gehaltserhöhung um 2,1 Prozent bekommen. Für 2002 hatte es ursprünglich nur 0,8 Prozent gegeben, die höhere Inflation von 1,8 Prozent war nach einigen Diskussionen nachträglich abgegolten worden. Ab 1. Juli 2003 hatten die Beamten diesen einen Prozentpunkt Differenz dazu bekommen (maximal jedoch 18,9 Euro), für die Zeit davor hatte es eine Abgeltung von einheitlich 100 Euro gegeben.
(apa)
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