Donnerstag, 9. Oktober 2003

Deutsche Arbeitslosenzahl: Mit 4,207 Mio. um 265.000 mehr als 2002

  • Aber Rückgang um 107.000 zum Vormonat August
  • Quote stieg im Jahresvergleich von 9,5 auf 10,1 Prozent

Mehr als im Vorjahr, aber weniger als im Vormonat: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen ist im September im Monatsabstand um rund 107.000 auf 4,207 Mio. gesunken. Das sind allerdings immer noch um rund 265.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 10,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen habe vor allem wegen der üblichen Herbstbelebung abgenommen. Auch die Arbeitsmarktreformen hätten dazu beigetragen. Die gesamtwirtschaftliche Schwäche habe den Arbeitsmarkt weiter belastet.

Trotz des Rückgangs im Monatsvergleich seien 265.000 mehr Menschen arbeitslos gemeldet gewesen als noch vor einem Jahr. Die unbereinigte Arbeitslosenquote stieg im Jahresvergleich von 9,5 auf 10,1 Prozent.

Entgegen den Schätzungen von Experten ging auch die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit zurück. Sie sank im Monatsvergleich um 14.000 auf 4,392 Millionen bei einer Quote von 10,5 Prozent. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 10.000 Erwerbslose erwartet. Trotz der anhaltenden Wachstumsschwäche habe sich die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im Durchschnitt der vergangenen fünf Monate verringert. Ausschlaggebend dafür sei die Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik gewesen, wie etwa verstärkte Aktivitäten der Arbeitsämter zur Prüfung der Arbeitsbereitschaft von Erwerbslosen sowie strengere Beachtung der Meldepflichten.

Zudem werde die Statistik durch eine zunehmende Zahl von Existenzgründungen entlastet. So hätten sich seit Jahresbeginn 183.000 Arbeitslose mit Hilfe der Ich-AG oder mit einem Überbrückungsgeld selbstständig gemacht.
(apa, red)

9.10.2003 11:22