Montag, 6. Oktober 2003

Backwaren-Crash: Ankerbrot-Ausgleich könnte scheitern

  • Frist verstreicht am 15. Oktober
  • Alle warten auf Nachricht von den Stillen Teilhabern

Der Ausgleich des Wiener Backwarenriesen Ankerbrot könnte immer noch scheitern. Von den 1.200 Investoren, die als stille Gesellschafter über ein Verlustbeteiligungsmodell insgesamt 16,6 Mio. Euro bei Ankerbrot eingebracht haben, hat erst "mehr als die einfache Mehrheit" der angebotenen Quote von fünf Prozent zugestimmt.

Die Anleger, die sich noch nicht entschieden haben bekommen jetzt eine Urgenz. Er sei aber optimistisch, dass bis zum Ablauf der Frist am 15. Oktober alle Investoren, wie rechtlich notwendig, dem Antrag auf Ausgleich zustimmen werden, so Eder weiter.

Wie berichtet haben die Gläubiger dem Ankerbrot-Ausgleich bei der Prüfungstagsatzung am 17. September zu 100 Prozent zugestimmt. Voraussetzung ist aber eine Einigung mit den 1.200 stillen Teilhabern, die nur fünf Prozent auf das verlorene Gesellschafterkapital bekommen.

Die übrigen Gläubiger erhalten eine 40 Prozentige Quote, davon 10 Prozent als Barquote, die beim Ausgleichsverwalter hinterlegt werden muss. Gleichzeitig muss auch eine Garantie für die zweite Teilquote beigestellt werden.

Ankerbrot gehört seit dem 26. Juni dem deutschen Millionär Klaus Ostendorf, der die Anteile der Familie Müller übernommen hat. Ende Juni wurde über das Unternehmen der Ausgleich eröffnet. Die Gläubiger haben Passiva von 90,3 Mio. Euro angemeldet.
(apa)

6.10.2003 15:24