Montag, 6. Oktober 2003

Standort-Stärkung: IV hofft auf Innovationspaket

  • "Großer Wurf" der Bundesregierung erhofft: Nationalstiftung von 300 Millionen Euro

Die Industriellenvereinigung (IV) hofft auf ein Innovationspaket als "großen Wurf" der Bundesregierung zur Verbesserung der Standortbedingungen in Österreich. Dazu zählt die IV die Gründung einer Nationalstiftung, die in den nächsten drei Jahren je 100 Mio. Euro, insgesamt also 300 Mio. Euro, zusätzliche Mittel in die Forschungsförderung pumpen soll.

Weiters zählt dazu die Einrichtung eines "Hauses der Forschung", Strukturreformen der vorhandenen Forschungseinrichtungen und Maßnahmen, um internationale Konzernzentralen in Österreich zu halten bzw. hier anzusiedeln. Die für diese Legislaturperiode bereitgestellten 600 Mio. Euro an Forschungsmitteln werden gerade für eine Forschungsquote von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausreichen, hieß es bei der IV.

Sollen die im Regierungsprogramm angepeilten 2,5 Prozent erreicht werden, müssten in den nächsten drei Jahren weitere 600 Mio. Euro bereitgestellt werden, wovon die Hälfte aus der Nationalstiftung aufzubringen wäre. Eine Abschaffung des 35-prozentigen Forschungsfreibetrags bezeichnete Brunner gerade zum Zeitpunkt eines absehbaren Wirtschaftsaufschwungs als völlig verfehlten Ansatz.

Der Leiter des IV-Bereichs Bildung, Innovation und Forschung, Riemer, erwartet, dass die Bundesregierung die Weichen für das Innovationspaket noch im Herbst stellen werde. Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein "Wachstumspaket III" ab Anfang 2004 sei zu entscheiden, was für die Forschung unter diesem Titel und was für die große Steuerreform ab 1.1.2005 zum Tragen kommen werde.
(apa)

6.10.2003 14:23