Montag, 6. Oktober 2003

Erzberg-Produktion: Offenbar für weitere zehn Jahre gesichert

  • ÖBAG-Chef Baumann: EU-Osterweiterung birgt auch Chance

Der Erzabbau am steirischen Erzberg dürfte für weitere zehn Jahre gesichert sein. Das glaubt zumindest die ÖIAG-Bergbauholding. Deren Chef, Josef Baumann, sieht in der EU-Erweiterung nach Osten eher Chancen als Nachteile.

Zumal Produzenten in den Beitrittsländern nun auch die EU-Kriterien in Sachen Qualität und Sicherheitsstandards erfüllen müssten, sei man trotz Einhaltung der erforderlichen innerbetrieblichen Kosteneinsparungsmaßnahmen weiter konkurrenzfähig. Für heuer erwartet sich Baumann ein EBIT "um die Nulllinie". Der Erzabbau dürfte bis 2013 gesichert sein.

Die 230 Arbeitsplätze am Erzberg (davon 60 im Dienstleistungsbereich der MSE) sind durch einen Abnahmevertrag mit der voestalpine Stahl AG für die Hütten Linz und Donawitz bis 2007 gesichert, darüber hinaus gibt es eine Option bis 2013. Die Abbauplanung am Erzberg reicht bis 2015. "Es gibt eine deutliche Perspektive, wiewohl wir ständig die Kostentangente im Auge behalten müssen", resümiert Baumann im APA-Gespräch. Mitte der 90er Jahre war man noch von einer Stilllegung 2003 ausgegangen.

Im Jahr werden rund 2 Mio. Tonnen an die Hochöfen in Linz und Donawitz geliefert. Ein vorübergehend leichter Rückgang beim Erzabbau wird 2004 erwartet, wenn der Hochofen A in Linz neu zugestellt wird und damit einige Monate ausfällt.
(apa, red)

6.10.2003 10:51

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