Echt schade: Österreicher unterliegen Tschechen 2:3
- Andi Ivanschitz: Tor, Assist und jüngster ÖFB-Kapitän
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ÖFB-Team verliert vs. Tschechien 2:3
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Umbau soll die 'Torflaute' beenden
So jung war noch keiner als Chef auf dem Platz! In seinem erst vierten Länderspiel übernahm Andreas Ivanschitz am Samstag in der 68. Minute des Fußball-EM-Qualifikationsspiels gegen Tschechien (2:3) die Kapitänsschleife vom ausgetauschten Thomas Flögel und wurde mit 19 Jahren und 361 Tagen zum jüngsten Kapitän in der Geschichte der ÖFB-Nationalmannschaft. Schon als Spielführer erzielte er wenig später sein erstes Länderspieltor, zum perfekten Tag fehlte nur ein positives Resultat.
"Ich freue mich über das Tor und den Kapitän. Das macht mich stolz, das bedeutet schon was. Ich versuche, das Vertrauen zurückzugeben", erklärte Ivanschitz. Dass er vier Tage vor seinem 20. Geburtstag die Ehre haben wird, hatte er schon gewusst, als er eingelaufen war. "Die Übergabe war schon vor der Partie abgesprochen. Krankl hat gesagt, ich soll mir die Schleife schnappen. Er zeigt mir, dass er von mir was hält", sagte der Burgenländer.
Dabei hatte es für den Teenager, bei Rapid Wien seit Wochen in Hochform, alles andere als gut begonnen. Ivanschitz fand in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel, war auf der linken Seite völlig abgemeldet. Mit einem Traumpass zum 1:1-Ausgleichstreffer durch Mario Haas (50.) kehrte aber das Selbstvertrauen zurück, mit seinem Tor zur 2:1-Führung (78.) krönte er vor zahlreichen Spionen europäischer Top-Klubs seine starke zweite Hälfte.
"Heute war alles dabei. Ich war am Anfang verunsichert, habe mich auf der linken Seite einsam gefühlt. Und wenn ich den Ball hatte, ist mir nicht viel gelungen. Die erste Hälfte kann ich abschreiben. Der Pass zum Tor war wichtig, von da an ist es gut gelaufen", erklärte der Rapidler, der aber auch der vergebenen Chance auf die Top-Sensation oder zumindest ein Remis nachtrauert. "Ein Sieg wäre die Krönung gewesen. Es hat sehr lange sehr gut ausgeschaut, aber so können wir nicht zufrieden sein, da wären wir fehl am Platz. Wären wir konzentrierter gewesen, hätten wir sie auch schlagen können. Ein Assist, ein Tor, mit dem bin ich zufrieden, aber es überwiegt die Enttäuschung."
Vor allem, weil Pavel Nedved wieder einmal der überragende Mann auf dem Platz war und alle drei Treffer der Tschechen vorbereitete. "Ohne Nedved sind sie nur halb so gut", sagt Ivanschitz, den vor allem das läuferische Potenzial des Juventus-Regisseurs beeindruckt. "Der ist immer unterwegs. Ich muss mich auf diesem Niveau läuferisch noch steigern, ich hatte noch nicht so viele Spitzenspiele." Aber der Weg stimmt, für ihn und auch für das Nationalteam. (APA/red)
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