U21-Team: Österreich verliert gegen Tschechien 0:2
- Umbau soll jetzt die U21-Torflaute beenden
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Tore haben einen gewissen Seltenheitswert bei Österreichs U21-Nationalteam. Auch gegen Tschechien fand der Ball den Weg in das tschechische Tor nicht, das Match ging mit 0:2 verloren. Jetzt soll ein Umbau die Torflaute beenden, um auch bei den Jungen künftig wieder öfter Jubelszenen erleben zu dürfen.
Österreichs verjüngtes U21-Team bekam in Waidhofen/Thaya zum Abschluss der EM-Qualifikation vor Augen geführt, was dem heimischen Nachwuchs noch fehlt. Titelverteidiger Tschechien fixierte mit dem verdienten 2:0 im Waldviertel mit 18 Zählern den Gruppensieg vor den punktgleichen Weißrussland, da sie das direkte Duell (3:0 daheim, 0:1 auswärts) für sich entschieden hatten. Rot-Weiß-Rot präsentierte sich als kämpferisch brave Truppe, die aber von den spielerisch klar überlegenen Gästen über nahezu die gesamte Spieldauer dominiert worden war.
Auch in Zukunft möchte Willi Ruttensteiner "den Weg der Jugend" weitergehen. "Gegen die routinierteren Tschechen war es eine Riesen-Erfahrung. Meine Aufgabe ist es natürlich zu helfen, dass die Spieler nach oben kommen. Irgendwann, wollen wir dieses Loch mit den Abgängen zum A-Team aber schließen", so der Coach.
Für einige Akteure wie den sehr starken Torhüter Hans-Peter Berger (der Kapitän zeigte wie schon beim 0:0 in den Niederlanden, als er mit seinen Paraden einen Punkt gerettet hatte, seine Klasse), Andreas Ibertsberger, Patrick Pircher, Alexander Ziervogel war es altersbedingt der letzte Auftritt im U21-Bereich. Im Vergleich zum Start der Qualifikations-Phase im September 2002 wurde die Elf jedoch schon zuvor entscheidend verändert. Während Emanuel Pogatetz und Regisseur Andreas Ivanschitz mittlerweile den Sprung ins Aufgebot von Hans Krankl geschafft haben, wurde im erfolgreichen U19-Team Nachschub gefunden.
Von den EM-Dritten gehören Jürgen Säumel, Klaus Salmutter, Martin Lassnig und Roman Kienast (alle Jahrgang 1984) bereits zum Stamm. Der beste Österreicher aber war der Jüngste: Der erst 18-jährige Thomas Prager zeigte einmal mehr als Mittelfeld-Motor wie schon bei der U19-Europameisterschaft in Liechenstein, was er als Legionär in Heerenveen gelernt hat. Bei den Tschechen waren gleich fünf Fremdarbeiter dabei: Torhüter Martin Lejsal (Reggina), Martin Kolar (Anderlecht), Jaroslav Plasil (AS Monaco), David Kobylik (Straßburg) und Vaclav Sverkos (Borussia Mönchengladbach) werden wohl bald schon Verstärkung erhalten.
Aus Mönchengladbach waren Trainer Holger Fach und Sportdirektor Christian Hochstätter persönlich gekommen, die sich nach dem Spiel noch länger mit Ex-1860-Coach Peter Pacult unterhielten, dazu drängten sich Scouts von Top-Klubs auf der Tribüne. Spielerisch stachen ihnen diesmal nur die Tschechen ins Auge, die jüngeren Österreicher waren bemüht aber nur einmal einer Wende nahe: Mit der vergebenen Großchance von Kienast zum Augleich (63.) war die Partie gelaufen.
Als Bilanz bleibt für das umgebaute ÖFB-Team ein dritter Platz mit Schönheitsfehler. Denn in den acht Partien wurden nur fünf Treffer erzielt. Diese Torausbeute gilt es ebenso zu verbessern, wie die spielerische Komponente, denn Jugend alleine garantiert auch in Zukunft keine Siege. (APA/red)
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