Krankl fordert: Keine Gastgeschenke für Tschechien
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Tschechien doch mit BVB-Legionär
Beim Aufeinandertreffen mit den seit 17 Spielen ungeschlagenen Gruppensieger Tschechien soll sich, nach den Vorstellungen von Teamchef Hans Krankl, ein Aufwärtstrend bemerkbar machen. "Wir wollen in diesem Spiel bestätigen, dass wir schon weiter als im Vorjahr sind. Unser Ziel ist eine klare Verbesserung des Resultats in Prag (Anm.: 0:4). Wir wollen die Tschechen so lange wie möglich fordern." Auf Gastgeschenke darf die Brückner-Elf laut Krankl nicht hoffen.
Für Krankl bleibt nur die Frage offen, ob er gegen Tschechien mit zwei echten Spitzen oder mit einem Mann an vorderster Front und einer Halbspitze agiert. Mit den Routiniers Glieder und Haas und den Talenten Wallner und Linz hat der Wiener vier Stürmer zur Auswahl. "Mir gefallen alle vier, aber leider können nur zwei oder vielleicht nur einer spielen", erklärte der 50-Jährige. Glieder, der Älteste im Team, ist wohl gesetzt und darf mit seinem neunten Länderspiel rechnen.
Krankl zweifelt an schneller Verbesserung
Wie weit das österreichische Fußball-Nationalteam derzeit von der absoluten Spitze entfernt ist, wurde der ÖFB-Elf in der laufenden EM-Qualifikation mehrmals schmerzhaft vor Augen geführt. Das wird, so glaubt Teamchef Hans Krankl vor dem abschließenden Gruppenspiel am Samstag im Happel-Stadion gegen die fix für die Endrunde qualifizierten Tschechen, auch in absehbarer Zukunft so bleiben. "Explosionsartig wird sich im österreichischen Fußball nichts positiv verändern", erklärte Johann K. im Trainingslager in der Vila Vita in Pamhagen.
"Zu lange an Deutschen orientiert"
Die Gründe für die derzeitige Situation des Nationalteams liegen laut Krankl vor allem in der "jahrelang vernachlässigten Nachwuchsarbeit. Wir haben uns zu lange an den Deutschen orientiert, zu sehr auf Athletik gesetzt und nicht auf Taktik, System oder Technik." Der Umdenkprozess habe zwar schon eingesetzt, auf die Früchte wird man aber noch länger warten müssen, befürchtet der 50-jährige Wiener. "Das ist eine Frage der Geduld".
"Alte und uralte Spieler" von Baric
Er selbst musste zu seinem Amtsantritt im Februar 2002 bei Null beginnen. "Was mir Baric hinterlassen hat, waren ein paar alte und ein paar uralte Spieler. Das ist aber keine Kritik an Baric, er konnte durch die Problematik des Israel-Spiels nicht anders." Krankl ist nun überzeugt, seinen Stamm beisammen zu haben. "Ich habe aus dem Nichts eine Mannschaft gefunden und geformt. Wenn nicht ein Schnitt passiert wäre, wären wir untergegangen", ist Krankl überzeugt. (apa/red)
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