Eishockey/NHL: Trainer-Lob für Brandner trotz Niederlage
- Minnesota unterlag Colorado 2:5
- Brandner mit starker Leistung
Es kommt nicht oft vor, dass Star-Coach Jacques Lemaire seine Spieler zum Einzelgespräch bittet. Christoph Brandner hat noch kein einziges Mal mit dem Trainer der Minnesota Wild unter vier Augen gesprochen, obwohl der Steirer mittlerweile sein viertes Spiel in der NHL absolviert hat. Ein paar aufmunternde Worte können da schon viel bedeuten. So geschehen am Donnerstag bei der 2:5-Heimniederlage der Wild gegen Stanley Cup-Favorit Colorado Avalanche.
"Er hat mir ein paar Mal auf die Schulter geklopft und mich gelobt. Das macht er nicht oft, das baut auf", sagte Brandner, der in der ersten Linie eingesetzt wurde und vor 18.568 Zuschauern im Xcel Energy Center von St. Paul eine starke Leistung bot. Defensiv verrichtete er verlässliche Arbeit, offensiv trat er mehrmals in Erscheinung, blieb aber gegen den Schweizer Avalanche-Torhüter David Aebischer erfolglos. Vor allem aber in den Zweikämpfen überzeugte Brandner, der meist als Sieger aus der Ecke kam.
Nur ein Gegentreffer
Dabei war der Steirer mit Antti Laaksonen und Center Wes Walz auf eine der besten Linien der NHL angesetzt. Das Wild-Trio bekam es mit Joe Sakic, Teemu Selänne und Paul Kariya zu tun und musste nur durch einen schweren Fehler von Verteidiger Willie Mitchell, der die Scheibe als letzter Mann an Selänne verlor, einen Gegentreffer einstecken. "Ich habe ja schon bei der WM gegen einen Selänne gespielt und gesehen, dass sie auch nur mit Wasser kochen. Aber solche Leute nützen diese Fehler grauslich aus. Es war trotzdem Klasse, gegen die zu spielen", meinte er.
Brandner setzt sich durch
Brandner jedenfalls ist drauf und dran, sich in der besten Eishockey-Liga der Welt voll durchzusetzen. "Ich denke nicht darüber nach, das da ist die oberste Liga. Nur manchmal, wenn ich im Bett liege", sagt der 28-Jährige, dessen Name vom Ordner am Stadion-Eingang noch vor wenigen Wochen den Blackhawks aus Chicago zugerechnet worden war. Mittlerweile öffnen sich automatisch die Türen, wenn der 1,95 m große Hüne eintritt.
Fans wollen Autogramme
Auch die Fans erkennen längst das neue Gesicht. Auf dem Heimweg, den Brandner stets zu Fuß bewältigt, wird er schon regelmäßig um Autogramme gebeten. Wer weiß, vielleicht werden auch bald Trikots mit der Rückennummer 26 und seinem Namen im Fan-Shop ausgehängt. Noch gibt es sie nur auf Sonder-Bestellung.
Ergebnisse vom Donnerstag
Minnesota Wild - Colorado Avalanche 2:5
New Jersey Devils - Toronto Maple Leafs 2:2 (Overtime)
Detroit Red Wings - Vancouver Canucks 3:2
Montreal Canadiens - Pittsburgh Penguins 4:1
Edmonton Oilers - Buffalo Sabres 4:1
New York Rangers - Atlanta Thrashers 0:0 (Overtime)
Columbus Blue Jackets - Chicago Blackhawks 2:1
Tampa Bay Lightning - Phoenix Coyotes 5:1
Nashville Predators - St. Louis Blues 4:1
San Jose Sharks - Philadelphia Flyers 0:0 (Overtime)
(APA/red)
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