Mittwoch, 8. Oktober 2003

Hypo-NÖ: Skandal im Dunaferr-Spiel nicht aus der Welt

  • Manager Prokop: "Es muss eine Aussprache geben"
  • Generalprobe für Champions-League-Quali ging daneben

Am Freitag (20.15 Uhr/live TW 1) bestreitet Hypo Niederösterreich das schwere Heimspiel zur Champions League-Qualifikation gegen Nordstrand Oslo. Neben dem Europacup beschäftigen sich die Südstädterinnen und im Besonderen deren Manager Gunnar Prokop weiterhin mit dem Skandal im Heimspiel zur ungarischen Meisterschaft gegen Dunaferr SE, der für den Handball-Zampano noch nicht ausgestanden ist. "Es muss eine Aussprache geben", fordert Prokop.

Hypo hatte am vergangenen Mittwoch in der Südstadt die Partie gegen den Klub aus Dunajvaros 21:29 verloren, auch weil die ungarischen Referees die Gastgeberinnen mit ihren Entscheidungen benachteiligt haben sollen. Prokop soll dabei vom Zeitnehmer-Tisch, an dem ebenfalls Funktionäre aus dem Nachbarland gesessen waren, wüst beschimpft und beleidigt worden sein. Prokop, bekanntlich auch kein Kind von Traurigkeit, drohte mit dem Ausstieg seiner Truppe aus der Liga und schrieb dem ungarischen Verband einen Brief.

"Im Antwort-Schreiben stand nicht einmal eine Entschuldigung, für uns ist die Sache daher noch nicht aus der Welt", meinte der Hypo-Manager. Abgesehen von der Fortsetzung dieses "Nachspiels" hat Hypo seine Zielsetzung für das Magyaren-Championat geändert. Prokop und Neo-Trainer Martin Matuschkowitz werden nur noch in für sie wichtigen Partien die stärkste Mannschaft aufbieten. "In allen anderen Spielen sollen sich unsere Jungen und unser Nachwuchs entwickeln", erklärt Prokop.

Die Generalprobe für Freitag ging am Dienstag Abend mit dem 27:32 gegen ETO Györ in der Südstadt, der vierten Niederlage in Folge, daneben. Da der heimische Serien-Meister zuletzt drei Mal in Serie auch die Gruppen-Phase der Champions League nicht "überlebt" hat, muss er nun in die Qualifikation und im Gegensatz zu den Vorjahren (Start im Jänner) schon im Oktober ran. Mit dem Nachfolger des Ungarn Janos Gyurka als Trainer und mit einer neuen Mannschaft (sieben Ab- und sechs Zugänge). (apa/red)

8.10.2003 12:07