Wie krank ist der Papst? Vatikan: "Übertriebene Berichte"
- Meldungen über Dialyse-Behandlung offiziell dementiert
- Kann Heiliger Vater noch arbeiten? "Gewiss, gewiss..."
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Nach den jüngsten Berichten über den schlechten Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. meldet sich nun der Vatikan beschwichtigend zu Wort: Berichte über eine angebliche Dialyse-Behandlung werden dementiert und als "verantwortungslose Gerüchte" bezeichnet. Der Staatssekretär des Vatikan räumt zwar Gesundheitsprobleme des Heiligen Vaters ein, die Situation sei jedoch "unter Kontrolle".
Der Vatikan hat Medienberichte dementiert, wonach sich der schwer kranke Papst Johannes Paul II. einer Dialyse-Behandlung unterziehen müsse. "Es handelt sich um verantwortungslose Gerüchte, die von Anfang an vermieden hätten werden können, wenn man nur offizielle Quellen kontaktiert hätte", betonte der Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro Vals.
"Wir haben immer Informationen über den Gesundheitszustand des Heiligen Vaters gegeben, wenn dies notwendig war", fügte der Vatikan- Sprecher hinzu.
"Sind über öffentliche Debatten überrascht"
Der Staatssekretär des Vatikan, Kardinal Angelo Sodano, bestätigte, dass der Papst Gesundheitsprobleme habe, die Situation sei jedoch unter Kontrolle. Er klagte, dass die Medien die Gesundheitsprobleme des Heiligen Vaters übertreiben. Auf die Frage einiger Journalisten, ob der Papst in der Lage sei, noch Beschlüsse zu fassen, die eine Milliarde Katholiken betreffen, antwortete der Staatssekretär ohne Zögern: "Gewiss, gewiss, er arbeitet weiter. Wir sind über all dieser öffentlichen Debatten über den Gesundheitszustand des Papstes überrascht", betonte Sodano. Solange ihm Gott die Kraft geben wird, werde der Papst "am Steuer des Schiffs" bleiben.
"Es ist logisch, dass die Zeit für alle vergeht. Es ist ein Gesetz der Natur, dass man mit 83 Jahren nicht die selbe Kraft hat, die man mit 33 Jahren hatte", sagte Sodano. Auch im hohen Alter könne man jedoch noch viel tun. "Die Geschichte ist voller alter Personen, die enormen Beitrag zum Fortschritt der Menschheit gegeben haben", meinte Sodano.
Die italienische Nachrichtenagentur, ADN-Kronos, hatte am Freitag ohne nähere Quellenangaben gemeldet, der Gesundheitszustand von Johannes Paul II. habe sich verschlechtert und er müsse sich einer Nierenwäsche (Dialyse) unterziehen.
(apa/red)
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