Freitag, 10. Oktober 2003

Gegen Castro: US-Präsident Bush will Druck auf Kuba erhöhen

  • Stimmungsmache im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen

US-Präsident George W. Bush will offenbar den Druck auf Kuba erhöhen. Wie verlautete, hat Bush einen Beraterstab beauftragt, Empfehlungen zu erarbeiten, wie eine Demokratisierung des Karibikstaates erreicht werden kann. Beobachter sehen darin in erster Linie den Versuch, im US-Staat Florida Stimmen bei der Präsidentenwahl zu gewinnen.

Die US-Regierung hat seit Wochen angedeutet, dass im Hinblick auf Kuba neue Schritte geplant sind. Einige der schärfsten Gegner des kubanischen Staatschefs Fidel Castro haben kritisiert, Washington tue nicht genug für einen Regimewechsel in Kuba. Die Stimmen der in Florida lebenden Exilkubaner könnten bei der Wahl im kommenden Jahr ausschlaggebend sein.

Der Leiter der kubanischen Interessenvertretung in Washington, Dagoberto Rodriguez, sagte am Donnerstag, Bush solle aufhören, sich "wie ein gesetzloser Cowboy" zu benehmen. Seit zwölf Jahren fordere die UNO-Generalversammlung die USA jeden Herbst auf, das Handelsembargo gegen Kuba aufzuheben. Die US-Regierung müsse aufhören, Lügen über Kuba zu verbreiten, "nur um einer kleinen Minderheit von Radikalen zu gefallen", sagte Rodriguez in Bezug auf die Exilkubaner im Süden von Florida.

(apa)

10.10.2003 15:52