Freitag, 10. Oktober 2003

Zwei tote US-Soldaten bei Hinterhalt in Bagdad

Bei einem neuerlichen Angriff auf eine US-Militärpatrouille in Bagdad sind nach US-Angaben zwei Soldaten getötet und vier verletzt worden. Wie ein Militärsprecher mitteilte, wurde die Gruppe am Donnerstagabend im Stadtteil Sadr überfallen. Hier waren zuvor bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation mindestens acht Iraker getötet worden.

Der Stadtteil war früher nach dem mittlerweile gestürzten Präsidenten Saddam Hussein benannt. Seit dem von US-Präsident Bush erklärten Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai sind damit jetzt bereits 94 US-Soldaten bei Angriffen im Irak getötet worden.

Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Wolfowitz erklärte am Donnerstag, die USA ließen sich von diesen beinahe täglichen Angriffen nicht abschrecken. UN-Generalsekretär Annan verurteilte inzwischen den Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Bagdad und die Ermordung eines spanischen Diplomaten in der irakischen Hauptstadt. Zugleich äußerte er sich tief besorgt über die Sicherheitslage im Irak. (APA)

10.10.2003 09:09