Sieben Tote bei israelischem Vorstoß im Gazastreifen
- Tunnel für Waffenschmuggel sollten zerstört werden
- Arafat & Korei verhandeln Regierungskrise
·Yasser Arafat
Ernennt Vertrauten zum Innenminister
·Schwer krank
Leidet Arafat an Magenkrebs?
·Kein Rücktritt
Bleibt Regierungs- chef Korei?
·Kranker Arafat
Erneut Ärzteteam eingeflogen
·Suizid-Terror!
Ein Verletzter, Attentäterin getötet
Bei einer der größten israelischen Militäraktionen der vergangenen Monate sind am Freitag im Gazastreifen mindestens sieben Palästinenser getötet und etwa 50 weitere Personen verletzt worden. Ziel der Razzia sei es, Tunnel für den Waffenschmuggel zu zerstören, sagte ein Armeesprecher.
Zwischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern kam es zu Feuergefechten, die bis zum Morgen anhielten. Mit Bulldozern rissen die Soldaten drei Gebäude nieder, aus denen ihren Angaben zufolge geschossen wurde. Augenzeugen sagten, es seien israelische Scharfschützen auf den Dächern postiert worden, und Soldaten hätten eine Granate auf einen Transformator geschossen, was zu einem Stromausfall im Lager führte.
Unter den Toten waren nach palästinensischen Angaben Frauen und Kinder. Ali Musa, Direktor eines Krankenhauses in Rafah, sagte, viele Verletzte müssten operiert werden. Sein Krankenhaus habe aber nur einen Operationssaal und verfüge nicht über ausreichend Arzneimittel oder medizinische Versorgungsgüter. Wegen den von Israel auferlegten Beschränkungen sei es nicht möglich, die Schwerverletzten in andere Krankenhäuser zu verlegen.
Nach Armeeangaben gab es vor der groß angelegten Aktion Hinweise, dass militante Palästinenser versuchen, in den Besitz von Flug- und Panzerabwehrraketen sowie Katjuscha-Raketen zu gelangen. Da die ägyptische Regierung dem Schmuggel keinen Einhalt biete, müsse Israel selbst handeln, erklärten Vertreter der Streitkräfte. (APA)
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