Donnerstag, 9. Oktober 2003

Robertson fordert Modernisierung der NATO-Armeen

NATO-Generalsekretär Robertson ist mit den Armeen des Bündnisses nicht zufrieden. Beim Treffen der NATO- Verteidigungsminister in den USA forderte er daher: "Wir brauchen Soldaten, die man tatsächlich entsenden kann, nicht nur auf dem Papier". Von den rund 1,4 Millionen Soldaten, die außerhalb der USA unter Waffen stünden, seien derzeit nur 55.000 im Einsatz, so Robertson.

Trotzdem behaupteten die europäischen Länder, "sie hätten keine Ressourcen". Dies sei "eine unzulässige Situation", bemängelte der Generalsekretär. Auch US-Verteidigungsminister Rumsfeld meinte, das bei dem Treffen inszenierte Planspiel habe gezeigt, "dass die NATO ihre Streitkräfte modernisieren und ihre Entscheidungsstrukturen anpassen muss".

Das Planspiel sollte nach Angaben eines Pentagon-Sprechers dazu dienen, die Erfordernisse der NATO beim Kampf gegen Terroristen und Massenvernichtungswaffen zu beurteilen. Zur Tagesordnung der zweitägigen Gespräche auf der Luftwaffenbasis Schriever nahe Colorado Springs gehörten auch die Vorbereitungen für den Aufbau einer Eingreiftruppe, die 2006 mit etwa 20.000 Soldaten einsatzbereit sein soll. (APA)

9.10.2003 08:36