Mittwoch, 8. Oktober 2003

Chaos in der Schweiz: Sturm und starke Schneefälle

  • Schnee bis 800 m: Winter in Bergen Westösterreichs
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Folgt nach dem Rekord-Sommer jetzt der Rekord-Winter? Sturm und Schnee bis in tiefe Lagen haben in der Nacht zum Mittwoch in Teilen der Schweiz zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt. Am stärksten betroffen war die Ostschweiz. In den Alpen mussten elf Pässe für den Verkehr gesperrt werden. Auf dem Jungfraujoch blies der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 215 km/h.

In den Kantonen Appenzell-Ausserrhoden und St. Gallen herrschten am späten Dienstagabend nach heftigen Schneefällen zum Teil chaotische Verhältnisse. Bei der Notrufzentrale der Ausserrhoder Kantonspolizei pausenlos Meldungen über umgestürzte Bäume ein. Ein Großteil des Straßennetzes war betroffen.

Die noch belaubten Bäume stürzten unter der Schneelast ein. Zahlreiche Autofahrer, deren Fahrzeuge noch keine Winterausrüstung hatten, blieben stecken. Auch im Kanton St. Gallen war die Feuerwehr stundenlang im Einsatz, um umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen zu räumen.

Der erste große Herbststurm hatte bereits am Dienstag in verschiedenen Landesteilen zu Stromausfällen geführt. Die Schneefallgrenze sank laut MeteoSchweiz in der Nacht zum Teil bis auf 600 Meter.

Behinderungen auch in Deutschland
Schwere Sturmböen und heftiger Schneefall haben auch in Bayern gebietsweise zu Verkehrsbehinderungen geführt. Vor allem im Allgäu und im Oberland kam es nach Angaben des Verkehrslagedienstes zu Behinderungen durch Schneeglätte und Schneebruch. In weiten Teilen Südbayerns war Winterausrüstung erforderlich. Schnee behinderte auch in Baden-Württemberg den Verkehr.

Im Großraum Kempten waren Feuerwehr, Polizei und Streudienste am Dienstagabend bis in die Nacht hinein im Dauereinsatz. Allein bei der Einsatzzentrale der Polizei in Kempten gingen innerhalb weniger Stunden rund 150 Notrufe ein. Umgestürzte Bäume blockierten die Straßen und beschädigten Leitungen, so dass es vereinzelt zu Stromausfällen kam. (APA/red)

8.10.2003 08:58