Chemie-Nobelpreis: US-Zellforscher ausgezeichnet
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"Entdeckungen bezüglich der Kanäle in Zellmembranen" und "strukturelle und mechanistische Studien an Ionenkanälen" - was für den Laien mehr nach einer fernöstlichen Fremdsprache als nach relevanter Forschung klingt, brachte zwei US-Amerikanern den Nobelpreis für Chemie 2003 ein. Es sind dies Peter Agre von der Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, und Roderick MacKinnon vom Howard Hughes Medical Institute, The Rockefeller University, New York. Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft geht an Robert Engle aus den USA und den Briten Clive Granger.
Engle erhält den Preis für seine Arbeiten über Methoden zur Analyse ökonomischer Zeitreihen mit zeitlich variabler Volatilität, Granger für Verfahren zur Untersuchung von Zeitreihen mit gemeinsam veränderlichen Trends.
Die grundlegenden Arbeiten vom US-Amerikaner Engle und dem Briten Granger datieren aus den 1980er Jahren. Bedeutung haben die ökonometrischen Arbeiten der beiden Wissenschaftler unter anderem für empirische Analysen zu den Finanzmärkten und für die empirische makroökonomische Forschung.
Der 1942 geborene Engle lehrt an der New York University. Granger (Jahrgang 1934) ist emeritierter Professor an der University of California in San Diego. Die Preissumme von 1,113 Mio. Euro wird zu gleichen Teilen auf die beiden Wirtschaftsforscher aufgeteilt.
Chemie-Preis an Agre und MacKinnon Den diesjährigen Chemie-Nobelpreis teilen sich die beiden US-Forscher Peter Agre von der Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, und Roderick MacKinnon vom Howard Hughes Medical Institute, The Rockefeller University, New York. Agre wird "für Entdeckungen bezüglich der Kanäle in Zellmembranen" ausgezeichnet, MacKinnon "für strukturelle und mechanistische Studien an Ionenkanälen".
Im vergangenen Jahr ging die begehrte Auszeichnung im Bereich Chemie zur einen Hälfte an den US-Forscher John B. Fenn und seinen japanischen Kollegen Koichi Tanaka "für die Entwicklung von Methoden zur Identifikation und Strukturanalyse von biologischen Makromolekülen", zur anderen Hälfte an den Schweizer Wissenschafter Kurt Wüthrich "für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von biologischen Makromolekülen in Lösung".
(apa/red)
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